Nach Beendigung des Jura nimmt die Kreidezeit im Hinblick auf die Evolution unserer Erde eine bedeutende Rolle ein. In keiner Zeit haben sich die Lebensumstände gravierender verändert als im Zeitraum von vor 65 Millionen Jahren.

Tiefgreifende Ereignisse in der Kreidezeit führen dazu, das der damalige Lebensraum sich verändert und Tiere wie die Saurier aussterben, weil die Erde ihnen in der Kreidezeit keine Zuflucht mehr bietet. Der riesige Kontinent Pangea verändert seine Strukturen und es entstehen die neue Kontinente. Mit diesen drastischen Einschnitten in die Natur, werden die klimatischen Bedingungen derart verändert, dass die bis dahin bekannte Flora und Fauna einer neuen Generation der Vegetation Platz macht. Durch den Rückzug des Meeres wird die Pflanzenwelt derart reduziert, dass viele Tieren keine Chance haben der Evolution in der Kreidezeit mit einer entsprechenden Anpassung zu begegnen. Ein über viele Jahrtausende stattfindendes Massensterben minimiert den Bestand der damaligen Welt und erzeugt einen vollkommenen neuen Lebensraum. In der Kreidezeit wurden die Grundlagen für die Welt in der wir jetzt leben, geschaffen.

Der Klimawandel setzt sich in der Kreidezeit fort


Die Erde kühlte ab, was eine immense Bedeutung für die Überlebens-chancen der Säugetiere hatte. Eine der Theorien, die das dramatische Sterben der Tiere in der Kreidezeit erklären soll, geht von der Überlegung aus, dass der Rückzug des Meeres einen massiven Einfluss auf den Tod der Saurier gehabt haben muss. Tatsächlich ließ sich aber beweisen, dass sich neue Arten der Dinosaurier entwickelten, die in der Kreidezeit vorwiegend auf dem Land lebten. Eine logische Folgerung dafür, dass diese nicht überlebten, lässt sich unter Umständen damit erklären, dass die Nahrung für solche Tiere nicht mehr ausreichte. Andere glauben wiederum (Impact Theorie, dass es ein Meteorit einschlug und die Saurier vernichtete). Einen wirklichen Beweis für diese Annahme fand die Wissenschaft in Mexiko, wo noch heute der Krater des gigantischen Einschlages zu erkennen ist. Am Ende des Pleistozän und damit der Abkühlung der Erde folgte das Holozän – der Teil der Erdgeschichte, die unsere Lebensform hervorbrachte.

Vulkanismus in der Kreidezeit

Natürlich haben diese permanenten Interventionen in die Natur auch einen Einfluss auf das innere der Erde. Zum Ende der Kreidezeit ist die Erde aufgewühlt und es entstehen überall gigantische Gase, die Vulkanaus-brüche zur Folge haben. Explosionsartig entlädt sich der Druck, der unterirdisch herrscht und schafft Raum für viele neuartigen Formen in der Umwelt. Vulkanische Gegenden sind voll nährstoffreichem Boden, der vielen Pflanzen und Tieren den idealen Standort für eine sichere Existenz bieten. Die Evolution setzt sich fort und bringt neues Lebens zum Vorschein. Damit sind die Konditionen für ein neues Erdzeitalter geschaffen – der Weg wird frei für das Tertiär und die Entwicklung des Homo Sapiens.