Das Pleistozän ist ein Erdzeitalter vor dem heutigen Holozän, also der Jetztzeit. Dieser Abschnitt der Erdgeschichte begann etwa vor 2,588 Millionen Jahren und endete etwa 9660 v. Chr. In der Reihenfolge der Zeitabschnitte ist es die untere Serie des Quartärs. Charakteristiken des Pleistozäns sind der stetige Wechsel zwischen Kalt-und Warmperioden und dem Auftauchen und Aussterben bestimmer Arten.

 

Die vier Stufen des Pleistozäns

Insgesamt vier Stufen gibt es, die folgendermaßen unterteilt werden:

  • Jungpleistozän, trägt das Aussterben vieler großer Säugetierarten mit sich, Neandertaler stirbt aus, Menschen dringen auf alle Kontinente vor (außer Antarktis), mehrere Eis-und Kaltzeiten
  • Mittelpleistozän, Umkehr des Magnetfeldes der Erde (Brunhes-Matuyama-Umkehr), mehrere Kaltzeiten
  • Altpleistozän, Aussterben von Nannoplankton-Art (Discoaster brouweri) und Foraminiferen-Art (Globigerinoides extremus)
  • Gelasium, Umpolung der Erde, Aussterben bestimmer, kalkschaliger Lebewesen

Klima und Geographie

Aufgrund mehrerer Kaltzeiten, die sich mit kurzen Warmzeiten abgewechselt haben, veränderte sich auch die Tierwelt. Im Vergleich zur Kreidezeit war es sehr kalt und heftige Temperaturschwankungen konnten nachgewiesen werden. Die letzte Kaltzeit (vor 115000 Jahren bis 12500 bis 10000 Jahren) löste die Quartäre Aussterbewelle aus, die zahlreiche Tiere der Megafauna verschwinden ließ. Die Arktis war weiter fortgeschritten als heute. Der Nordpol erstreckte sich bis Mitteleuropa- und Asien. Nord-und Südamerika waren durch eine Landbrücke verbunden und Amerika über Bering mit Russland, dort wo die heutige Beringsee liegt. Die Kontinente jedoch waren schon dort in ihrer jetzigen Form erkennbar.

Fauna


Im Tertiär bildeten sich erste Formen des Homo und die Säugetiere lösten die Reptilien in der Rangfolge ab, die ihren Höhepunkt im Jura, der Zeit der Dinosaurier hatten. Dies zog sich im Pleistozän weiter fort. Viele große Tierarten starben aus, wie das Wollhaarmammut, der Riesenhirsch, das Wollnashorn, Waldelefant, Waldnashorn, Steppennashorn und der Höhlenbär. Viele Tierarten mit einem Gewicht über 1000 kg sind nicht mehr zu finden. Afrika ist der einzige Ort auf der Welt mit solchen Tieren in der heutigen Zeit. Auch Riesenfaultier, Wombats mit 1000 kg Körpergewicht, Riesenkängurus, Donnervögel, Säbelzahnkatzen, der größte Wolf Canis Dirus, riesige Lemuren und ähnliche Tiere der Megafauna im Pleistozän verschwanden.

Dafür entwickelten sich im Pleistozän die neue Form Mensch, die den Neandertaler vertrieb und sich in jedes Gebiet ausbreitete. Wühlmäuse, heutige Pferde, Leoparden, der Puma und viele Arten die heute charakteristisch sind haben sich in dieser Zeit gebildet. Am weitesten ausgebreitet hat sich jedoch der Mensch.