Dieses Zeitalter kann durch Kalkschichten zurückverfolgt werden, die aufgrund ihrer Farben in Schwarzer, Brauner und Weißer Jura unterteilt sind. In der Wissenschaft wird jedoch meistens zwischen Unterjura, Mitteljura und Oberjura unterschieden. Alexander von Humboldt führte den Begriff des Juragesteins nach den Formationen im Juragebirge ein. Später wurde daraus ein Synonym für das Erdzeitalter vor etwa 200 bis 150 Millionen Jahren.

Die Teilung Pangeas

Bereits in der vorangegangenen Triaszeit spaltete sich der Superkontinent Pangea in drei Teile, die während des Juras existierten:

  • Nordamerika
  • Eurasien
  • Gondwana
Am Ende der Jura bildeten sich Salzwüsten

Am Ende der Jura bildeten sich Salzwüsten

Bis zur später gefolgten Kreidezeit drifteten die Inseln weiter auseinander. Südamerika, Afrika, Australien, Antarktika und Indien blieben jedoch noch zu dem großen Kontinent Gondwana verbunden. Der Anstieg des Meeresspiegels sorgte für eine Überflutung weiter Gebiete mit einer flachen Wasserschicht. Am Ende der Jura ging der Meeresspiegel wieder zurück und es bildeten sich Salzwüsten, so wie sie heute noch in manchen Teilen der Welt zu finden sind.

Die Ursprünge der Blumen

Im tropischen Jura gab es kein Eis an den Polen. In manchen Teilen der Erde wechselten sich extreme Regen- und Trockenzeiten, bedingt durch die Veränderungen der Windrichtungen. Die Mehrheit der Pflanzen bestand aus den Gattungen der Farne. In machen Regionen wuchsen aber auch Nadel- und Ginkgobäume, die als einzige ihrer Art noch heute existieren. Gräser und Blüten gab es im Jura noch nicht. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass heutige Blütenpflanzen aus den Blumenpalmfarnen entstanden sind. Deren Fossilien deuten auf einen blütenähnlichen Auswuchs ohne Samen. Am Ende des Zeitalters kühlte sich das Klima etwas ab. Im Laufe der Erdgeschichte sollten sich aber noch viele Warm- und Kaltperioden bilden. Erst vor 12 000 Jahren, am Ende des Pleistozän, endete nach geologischem Verständnis die letzte Warmzeit.

Das Zeitalter der Giganten

Der Jura gilt als das Goldene Zeitalter der Dinosaurier. Groß gewachsene Tiere standen aufgrund der hohen Baumfarnen bei der Nahrungssuche im Vorteil. So wie die Jäger unter den Dinosauriern: sie leisteten sich zum Teil heftige Kämpfe mit den Pflanzenfressern, wie aus Knochenfunden zu schließen ist. In die Epoche des Jura gehen wahrscheinlich auch die Ursprünge unserer heutigen Tierwelt zurück. Der zur Oberjura gehörende Archaeopteryx gilt bis heute als Urvogel. Auch die Vorfahren der Säugetiere könnten auf diese Zeit zurückgehen. Dem Jura werden mehrere den Säugetieren ähnliche Arten zugeschrieben. Diese Tiere waren etwa so groß wie Maulwürfe und lebten unter der Erde oder in Bäumen. Sie konnten sich jedoch erst im späteren Tertiär entfalten – nach dem Aussterben der meisten Dinosaurierarten.