Grob gesagt, stellt die Exmatrikulation eine Abmeldung der betreffenden Person vom Studium dar. Diese kann vielfältige Gründe haben und sowohl durch den Studenten als auch durch die Universität selbst erfolgen.

Vor jeder Exmatrikulation steht die Inskription für eine gewählte Studienrichtung. Im Zuge dieses Vorgangs erhält der Student eine Matrikelnummer sowie einen Studentenausweis im Studierendensekretariat. Mit diesen Daten kann man sich auf jeder Hochschule als Studierender zu erkennen geben.

Was kann zu einer Exmatrikulation führen?

Im ungünstigeren Fall erfolgt die Exmatrikulation auf Grund einer mehrmals nicht bestandenen Prüfung. Hierfür gelten je nach Institution andere Vorschriften. An manchen Universitäten kann man bis zu 5 Mal zu einer Prüfung antreten, während man auf einigen Hochschulen ein Examen nur zwei Mal wiederholen darf.

Wer bösen Überraschungen entgegenwirken will, sollte sich im Vorfeld über jene Bedingungen informieren.

Manchmal erfolgt eine Exmatrikulation auch, wenn man erheblich gegen das Gesetz oder die Richtlinien der Universität verstoßen hat. Ein Student wird in erster Linie dann der Einrichtung verwiesen, falls dieser eine ernsthafte Gefahr für andere Personen darstellt.

Kann man nach einer Exmatrikulation weiterstudieren?

Die Exmatrikulation erfolgt nach Beendigung des Studiums

Die Exmatrikulation erfolgt nach Beendigung des Studiums

Ob man nach einer Exmatrikulation weiterstudieren kann, hängt ganz von den Gründen derselben ab. Wer sich selbst exmatrikuliert, darf sein Studium innerhalb bestimmter Fristen wieder aufnehmen. Vorsicht ist hierbei jedoch angesagt, wenn Aufnahmeprüfungen für die jeweilige Studienrichtung von Nöten sind.

In diesem Kontext ist aber zu sagen, dass man zum Wechsel des Studiums sich nicht unbedingt exmatrikulieren muss. Die meisten Universitäten nehmen auch Personen auf, die bereits auf einer anderen Hochschule immatrikuliert sind.
Wird man jedoch auf wegen einer nicht bestandenen Prüfung exmatrikuliert, darf man kein weiteres Studium aufnehmen, in welchem dieses Fach unterrichtet wird.

Lässt sich eine unfreiwillige Exmatrikulation anfechten?

Erfolgt eine Exmatrikulation auf Grund gesetzlicher Verstöße, wird in den meisten Fällen eine Kommission eingeschaltet. Dort kann man seine Sicht der Lage darstellen und auch Einwände gegen die Anschuldigung vorbringen.

Doch auch wenn man wegen einer nicht bestandenen Prüfung exmatrikuliert wird, darf man Einspruch erheben. Kann man gesundheitliche Gründe für das Versagen anführen, erhält der Student unter Umständen die Möglichkeit, das Examen zu wiederholen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man eine Exmatrikulation in der heutigen Zeit nicht einfach hinnehmen muss. Mit Hilfe guter Argumente kann man einem drohenden Ausschluss gut entgegenwirken.

In besonders komplizierten Fällen sollte man sich um rechtlichen Beistand kümmern. Auf diese Weise lassen sich unangenehme Konsequenzen mitunter abwehren.