Wofür eigentlich Mathe lernen, werden sich viele in Schule fragen. Es gibt doch viele Berufe, die doch offensichtlich nichts mit Mathematik zu tun haben. Schriftsteller zum Beispiel. Oder Gärtner. Juristen und Übersetzer ebenfalls.

Zwei Arten Mathe

Ohne die Grundrechenarten von Mathe zu beherrschen, bleiben einem viele Berufsfelder verschlossen.

Ohne die Grundrechenarten von Mathe zu beherrschen, bleiben einem viele Berufsfelder verschlossen.

Das Mathe praktisch lebensnotwendig ist, kann man sich am besten vorstellen, wenn man das Gebiet Mathematik gedanklich in zwei Teile einteilt. Den Teil, der die höhere Mathematik umfasst, ist nicht unbedingt notwendig für den Alltag. In diesem Teil finden sich Gebiete wie Kurvendiskussion, Differentialgleichungen, Matrizenrechnung und anderes. Wahrscheinlich kann man ein guter Jurist oder Gärtner werden, wenn man von diesen Dingen keine Ahnung hat. Ohne ein tieferes Verständis dieses Teils der Mathematik bleiben jedoch viele Berufsfelder verschlossen. So kommen etwa Ingenieure, Naturwissenschaftler, Ärzte und Lehrer nicht ohne diese Kenntnisse aus. Sei es auch nur, daß sie sich im Rahmen ihrer Ausbildung und den dafür relevanten Prüfungen mit der höheren Mathematik auseinandersetzen müssen.

Die grundlegenden Kenntnisse

Der andere Teil Mathe beinhaltet die Kenntnisse, ohne die ein Zurechtkommen im Alltag nur schwer vorstellbar ist. Hauptsächlich betrifft dies die sichere Beherrschung der Grundrechenarten:

Viele Aufgaben in den ersten Schuljahren beinhalten Alltagssituationen, die jeder beherrschen muß. Beim Einkaufen muß berechnet werden, ob das vorhandene Geld ausreicht, die Dinge im Einkaufswagen zu bezahlen. Nach dem Tanken möchte man oft wissen, wieviel Benzin das Auto verbraucht. Beim Abschluß von Versicherungen, Handyverträgen und anderen Dingen sollte man berechnen können, wie hoch Jahresbeiträge sind und ob der Vertrag günstig oder überteuert ist. All das ist ohne Mathe nicht möglich. Diese Alltagsberechnungen lernt man in der Schule bereits oft in Form von Textaufgaben, so daß der Nutzen direkt erkannt wird.

Sonst rechnen die Anderen

Generell gilt beim Abschluß von Verträgen und der Berechnung von Beträgen, daß der Geschäftpartner rechnet, wenn man es nicht selbst kann. Und dieser hat normalerweise seinen eigenen Vorteil im Sinn und merkt schnell, wenn auf der anderen Seite nicht mitgerechnet wird.

Mit lernen schafft es jeder

Auch wenn man Mathe hasst und große Schwierigkeiten mit allem hat, was mit Rechnen zu tun hat. Die grundlegenden Dinge kann jeder lernen. Sei es durch das Lösen einer Vielzahl von alltagsbezogenen Textaufgaben oder durch das Nutzen von Übungsprogrammen auf Computer oder Handy, von denen es eine Vielzahl für jeden Schwierigkeitsgrad gibt. Man darf sich nicht entmutigen lassen. Stellen sich die ersten Erfolge ein, geht man viel sicherer und selbstbewußter in die entsprechenden Alltagssituationen hinein. Wenigstens grundlegende Mathekenntnisse sind ebenso wichtig, wie Lesen oder Schreiben.