Die Parallelschaltung ist in der Elektrotechnik eine Schaltung, die aus mindestens zwei Elementen (Zweipole) in einem Schaltkreis besteht. Die Bauteile sind parallel geschaltet. Gleichnamige Pole sind miteinander verbunden und existieren in dieser Konstellation nur in einer Parallelschaltung.

Die Parallelschaltung hat wesentliche Merkmale, an dem eine Parallelschaltung erkannt werden kann. An allen Bauelementen die eine Spannungsversorgung haben, liegen die gleichen Spannungen an. Dieses wird auch als Potential-Unterschied bezeichnet. Auch wenn die Stromaufnahme unterschiedlich ist, liegt an allen Verbrauchern die gleiche Spannung an. Der Parallelschaltung können somit verschiedene Bauelemente hinzugefügt werden, ohne dass ein Fehler innerhalb der Schaltung entsteht. Identisch ist auch das Verhalten bei Entfernen eines Bauelementes z.B. einer Diode. Die Parallelschaltung funktioniert weiterhin einwandfrei. Dieser Vorteil wird auch in der Gebäudeverkabelung genutzt. Ein Haushalt wird mit Netzspannung versorgt. Unabhängig von der Leistungsaufnahme der einzelnen Gerätschaften ist die Spannung auf 230 Volt ausgelegt. Sollte nun ein Bauelement defekt sein, z.B. die Waschmaschine, funktioniert der Schaltkreis weiterhin. Dieses wird ermöglicht durch die Parallelität der Haushaltsvernetzung.

Bei einer Parallelschaltung können manche Teile angeschaltet werden, während andere aus bleiben.

Bei einer Parallelschaltung können manche Teile angeschaltet werden, während andere aus bleiben.

In einer Parallelschaltung sind Gesetzmäßigkeiten im Stromkreis vorhanden. Bei Gleichspannung gilt das ohmsche Gesetz. Spannung ist gleich Widerstand multipliziert mit der Stromstärke. Die Spannung wird in Volt gemessen. Der Gesamtwiderstand einer Parallelschaltung verringert sich bei steigender Anzahl von Verbrauchern. Die Spannung ist wie erwähnt identisch an jedem Bauelement, welches als Verbraucher fungiert.

Der Strom verteilt sich innerhalb der Schaltung. Das heißt, dass der Gesamtstrom in Teilströmen aufgeteilt wird. Die Summer aller Teilströme ergeben den Gesamtstrom. Der Gesamtstrom ist immer höher als einzelne Teilströme. Daher kann ein Teilstrom nicht höher sein, als der Gesamtstrom. Die Leistung, die an einem Bauteil verbraucht wird, verhält sich analog zu dem Stromverbauch. Auch hier gilt, dass die Gesamtleistung aus den Teilleistungen zusammengesetzt wird.

Der Gesamtwiderstand einer parallelen Anordnung der Bauelemente besteht aus den Einzelwiderständen. Der Gesamtwiederstand ist kleiner, als der kleinste Einzelwiderstand. Durch den parallelen Widerstand steigt der Gesamtstrom an. Je mehr Parallelwiderstände verbaut werden, in einer elektronischen Schaltung, desto größer wird der fließende Strom.