Die Reihenschaltung ist in der Elektrotechnik eine Schaltung, die aus mindestens zwei Elementen in einem Schaltkreis besteht. Die Bauteile sind nacheinander bzw. hintereinander geschaltet. Die Verbindung der Bauelemente darf keine Abzweigungen aufweisen. Es muss eine direkte Verbindung zwischen beiden oder mehreren Elementen bestehen.

Die Reihenschaltung hat wesentliche Merkmale. Durch alle Bauelemente fließt in der Schaltung ein gleich großer Strom. Die Anzahl der Bauelemente die in Reihe geschaltet werden, kann beliebig groß sein. Oft wird in der Literatur auch der Begriff Serienschaltung verwendet.

Eine Steckerleiste ist ein gutes Beispiel für eine Reihenschaltung.

Eine Steckerleiste ist ein gutes Beispiel für eine Reihenschaltung.

Eine Reihenschaltung hat mehrere elektrische Eigenschaften. Wie schon erwähnt werden alle Elemente vom gleich großen Strom durchflossen. Sollten Spannungsquellen in Reihe geschaltet werden, ermöglicht dieses eine höhere Gesamtspannung. Anwendungsbeispiele wären unteranderem Batterien, Solarzellen oder auch Spannungsverdopplungsschaltungen. Die Reihenschaltung ist im Gegensatz zur Parallelschaltung anfälliger gegenüber Ausfällen. Sollte ein Bauelement defekt sein, wird der komplette Stromkreislauf unterbrochen. Der Strom kann erst wieder fließen, wenn das defekte Bauteil wieder ersetzt wurde. Sicherungen werden in Reihe geschaltet um diesen Vorteil zu nutzen. Fällt eine Sicherung aus, weiß der Anwender sofort um welches Bauelement es sich handelt. Dieses kann dann entsprechend ausgetauscht werden. Dennoch kann dieser Vorteil auch zu einem Nachteil werden. Lichterketten würden nach einer defekten Glühbirne nicht mehr leuchten. Um diesen Effekt zu vermeiden, werden Strombrücken montiert. So kann ein Stromfluss gewährleistet werden, auch wenn eine Glühbirne ausfällt.

Die Gesetzmäßigkeiten einer Reihenschaltung besagen, dass bei Gleichspannung das ohmsche Gesetz gilt. Die Spannung ist gleich der Widerstand multipliziert mit der Stromstärke. Der Gesamtwiderstand einer Reihenschaltung nimmt mit jedem weiteren Element zu. Jener Widerstand ist die Summe aller Einzelwiderstände. Der Gesamtwiderstand ist größer, als der größte Einzelwiderstand in der Schaltung. Dieser kann berechnet werden, mit der Gesamtspannung durch einen beliebigen Strom an einem Bauelement. Die Spannung verteilt sich auf die einzelnen Verbraucher nach der Kirchhoffschen Maschenregel. Die Gesamtspannung setzt sich aus den Teilspannungen die an den Bauelementen anliegen zusammen. Auch die Gesamtleistung wird addiert und setzt sich aus den Teilleistungen der Schaltung zusammen, analog zur Spannungsberechnung.