Die Philosophie des Positivismus besagt, dass zur wissenschaftlichen Erkenntnis Tatsachen und objektiv Erfassbares zugelassen seien. Er beruht auf dem Empirischen, dem Erfahrbaren. Auguste Comte entwickelte das Konzept, beeinflusst von Immanuel Kant und David Hume und von Schriften des 18. und frühen 19. Jahrhunderts: Positives Wissen beruht auf natürlichen Phänomenen und deren Eigenschaften und Beziehungen, so wie es empirische Wissenschaften prüfen. Metaphysik und Theologie sind unvollkommene Methoden der Erkenntnisgewinnung. Spekulatives wird abgelehnt. Comte prägte als Erster den Begriff der Soziologie.

Die Philosophie des Positivismus und Comtes Beiträge:

  • Genaues Übernehmen wissenschaftlicher Methoden
  • Gesetz dreier Stadien intellektueller Entwicklung der Menschheit.
  • Klassifizierung der Wissenschaften

    Im Positivismus  werden ethische und theologische Fragestellungen abgelehnt.

    Im Positivismus werden ethische und theologische Fragestellungen abgelehnt.

  • Unvollkommenheit der Wissenschaften vor der hierarchisch am höchsten stehenden stehenden Soziologie.
  • Vereinigung einer positivistischen Sozialphilosophie

Der Positivismus war lange Zeit Wissenschaftsideal und Auguste Comte trug dazu bei. 

Philosophie und Einstellungen des Positivismus

Ausgangspunkt ist Erfassbares und Gegebenes. Dinge, die hinter Erscheinungen vermutet werden, sind nicht als Tatsachen erkennbar. Kulturelles und Geistiges sieht der Positivismus, an Naturwissenschaften anpassend, von der Natur abhängig. Als Methoden geisteswissenschaftlicher Untersuchungen werden naturwissenschaftliche Mittel herangezogen. Dieses erhebt die Geisteswissenschaften der positivistischen Philosophie folgend erst zu den Wissenschaften. Ethische und theologische Fragestellungen wie Fragen nach Sinn oder Wert werden als unwissenschaftlich abgelehnt. Das gilt ebenso dem nicht Beobachtbaren oder experimentell Erfassbaren. Das Ideal ist der wissenschaftliche Fortschritt. Gesetzmäßigkeiten lassen sich durch Experimente feststellen. Für das Erheben geltend sind räumlich-zeitliche Gleichzeitigkeiten. Das Positive, Beobachtbare wird in mathematischer Form beschrieben und läßt sich nachprüfen. Es ist als mit den menschlichen Sinnen erfahrbare Ursache von Erkenntnis. Daraus entstehende Theorien beschreiben Zusammenhänge. Sie dienen als Mittel und Möglichkeit, Vorhersagen zu treffen und zur Daseinsbewältigung. Der Gewinn von Erkenntnis ist strikt an exakten wissenschaftlichen Methoden orientiert.

Erkennen des Positivismus

Die Anschauungen des Positivismus sind die philosophische Grundlage wissenschaftlicher Methoden. Das Materielle ist gültig und schließt Subjektives aus. Der Positivismus legt den Rahmen der Wissenschaftlichkeit fest. Mit Fragestellungen wie der Frage nach dem „warum“ engt er ein, so auch in der Rechtsphilosophie des Rechtspositivismus und dessen praktischer Anwendung bestehender Normen. Begründet ist dies damit, dass die anderen Fragestellungen zu mit empirischen Mitteln nicht zu entscheidenden Auseinandersetzungen führen.