Das altgriechische Wort Synopse bedeutet im Verständnis der modernen Sprachwissenschaft so viel wie das Zusammenschauen und Mitschauen. Die Etymologie (Sprach- und Wortverständnis) weist dem Begriff als eine mehrschichtige Bedeutung zu und findet in verschiedenen Bereichen Anwendung.

Was genau ist eine Synopse?

Eine Synopse ist eine Zusammenschau von vergleichbaren Texten in Spalten nebeneinander gedruckt. Meist wird die Synopse in Buchform dargeboten und ersetzt mehrere vergleichbare Werke, die erst mühselig nebeneinandergelegt werden müssten. Dennoch handelt es sich nicht nur um Texte, sondern auch um vergleichbare Daten und Erhebungen, die Aufschluss geben, um z. B. eine Wetterprognose abgeben zu können. Wesentlich für die Synopse ist es also in erster Linie in ihr eine wissenschaftliche Methode zu erkennen, die Aufschlüsse und grundlegende Erkenntnisse möglich macht, mit einem grundlegend handwerklichen Know-how. So werden Daten und Text gegenübergestellt und verglichen. Diese Vergleichsmethode ist auch mit einem entsprechenden Softwareprogramm digital durchführbar. Oft auch verwendet in Softwareprogrammen, die sich auf das Auffinden von Plagiaten spezialisiert haben. Ganz herkömmlich wird zu dem Spaltendruck der Synopse zumeist noch Lineal und verschiedene Farbstifte zu Hilfe genommen, um die Übereinstimmungen bzw. Differenzen genau kenntlich und in einer groben Draufsicht und Zusammenschau erkennen zu können.

Wo wird die Synopse überall angewandt?

Die Synopse ist eine vergleichende Methode zur Untersuchung von Texten oder Daten.

Die Synopse ist eine vergleichende Methode zur Untersuchung von Texten oder Daten.

In diesen sechs genannten Bereichen findet sich die Synopse. Sie wird aber je nach Fachbereich anders angewandt und hat dementsprechend auch je nach dem speziellen Fachbereich eine andere Zielfunktion. In der Literaturwissenschaft werden Texte und ähnliche Themen auf Inhalt und Struktur untersucht. Daraus werden Erkenntnisse gewonnen, wie sich ein Thema weiterentwickelt hat, oder wie das Thema in veränderter Form wiederkehrt. Dagegen ist die Synopse in der Bibelforschung eine gut zweihundert Jahre alte Methode um Übereinstimmungen in den synoptischen Evangelien des Neuen Testamentes zu erkennen und die daraus schlussfolgernden Resultate dem jeweiligen Forschungsstand angepasst für die Exegese umzusetzen. Dagegen basiert synoptische Meterorologie auf das richtige Deuten von Daten und Beobachtungen, die zu einer einigermaßen zuverlässigen Prognose führen.

Welchen Sinn und Zweck hat die Synopse?

Sie erleichtert im Wesentlichen die Arbeit, die Andere durch die Zusammenschau und Zusammenfassung schon geleistet haben. Der große Gewinn steckt darin, dass vorher schon Zusammenhänge erkannt worden sind, die nur noch weiterentwickelt werden können. In der Bibelforschung bedeutet dies, dass mit neuen Erkenntnissen aus der Archäologie eine angepasst allegorische Lesart den antiken Texten am besten gerecht wird. So trägt die Allegorie und die Tradition dazu bei, dass eine Literarkritik in ihrer Verhältnismäßigkeit auch an sogenannten „heiligen Texten“ möglich ist, ohne damit irgendein Tabu zu brechen. So wie eine synoptische Lesart schon eine Kritik darstellen kann, untersteht auch die Lesart der Kritik. Das wird besonders deutlich an der Wettervorhersage und der Film-Synopsis. Bei aller Zusammenschau können sich die dazugehörigen Interpretationen durch gegebene Umstände ändern.