Thales wurde um 624 v. Chr. geboren und verstarb vielleicht um 547 v. Chr. Er ist ein Philosoph, Mathematiker und Astronom der griechischen Antike. Er lebte in Milet, einer griechischen Stadt in der heutigen Türkei. Sowohl Aristoteles, wie auch Diogenes Laertios halten ihn für den ersten Philosophen der abendländischen Tradition. Sie lassen ihre jeweilige Philosophengeschichte mit ihm beginnen.

Was von Thales überliefert ist, ist nur aus den Schriften anderer antiker Autoren bekannt.
Die Herkunft Thales ist unbekannt. Vielleicht war er ein Phönizier aus der Familie der Theliden und wurde mit dem Bürgerrecht von Milet bedacht, als er nach Milet zog. Eine andere Theorie sagt, dass Thales ein gebürtiger vornehmer Mileser war. Sein Tod soll mit seinem 78. Lebensjahr erfolgt sein oder mit seinem 90. Lebensjahr. Er starb an Hitze und Durst als er einem Sportwettkampf zuschaute. Er soll verheiratet gewesen sein und ein Kind gehabt haben. Dagegen spricht die Überlieferung, die sagte, dass unverheiratet war und seinen Neffen adoptiert hatte.

Thales von Milet fand bei den großen Philosophen Aristoteles und Diogenes reichlich Beachtung.

Thales von Milet fand bei den großen Philosophen Aristoteles und Diogenes reichlich Beachtung.

In der Antike wurde er der Gruppe der 7 Weisen zugerechnet.
Es wird überliefert das Thales Kontakt zu dem milesischen Tyrannen Thrasybulos hielt. Herodot überlieferte den Vorschlag des Thales, dass sich die Städte Ioniens vereinigten und einen gemeinsamen Regierungssitz in Teos errichteten.
Es wird überliefert, dass er den Halys umleitete, damit das Heer der Krösussöhne ohne Brücke den Fluss überqueren konnte. Er soll dank seines astronomischen Wissens eine gute Olivenernte vorhergesehen haben, und in Ölpressen investiert haben. So ist er reich geworden. Sein Wissen erwarb er sich ohne Lehrer. Es wird zu Kontakten von Ägyptern und Kretern berichtet. Vielleicht war er einige Zeit in Ägypten und Kreta und erlernte dort Astronomie und Mathematik.

Der Satz des Thales

Mit ihm ist ein Lehrsatz der Geometrie gemeint.
Aus den beiden Endpunkten im Durchmesser eines Halbkreises und einem anderen Punkt im Halbkreis wird ein Dreieck gezeichnet. Dieses Dreieck ist ein rechtwinkliges Dreieck. Das bedeutet, dass alle Winkel im Halbkreisbogen rechte Winkel sind.
Eine andere exakte Formulierung besagt, dass ein Dreieck bei C immer einen rechten Winkel hat, wenn der Punkt C des Dreiecks ABC auf einem Halbkreis der Strecke AB liegt.
Thales soll mit einem Stab die Schattenlänge der Cheopspyramide gemessen haben und aus den gewonnenen Werten die Höhe der Pyramide berechnet haben. Dabei griff er auf die Ähnlichkeitsabbildung der zentrischen Streckung zurück.
Diese Vorgehensweise war ein Vorläufer des Strahlensatzes. Der Satz kann auch über die Vektorrechnung berechnet werden.

Die Philosophie des Thales

Der Ursprung der Welt ist das Wasser. Das Land würde auch auf Wasser schwimmen. Diese Schlussfolgerung soll er gewonnen haben, weil die Nahrung der Wesen feucht ist und auch der Samen der Wesen feucht ist. Eine Rolle spielte auch die alte Kosmogonie, die die Weltentstehung auf die Wassergötter Okeanos und Thetys zurückführt.