Schüler haben einen entspannten Tagesablauf und genießen sehr viel Freizeit. Die Hausaufgaben können rasch schon am Nachmittag erledigt werden und in der Schule werden oftmals viele Freizeitangebote offeriert. So lauten viele Meinungen der Menschen, wenn man um den Umstand der Schulkinder fragt. Oftmals folgt im gleichen Zusammenhang die Weisheit:“ Genieße deine Schulzeit“.

Doch de facto sieht die Welt der Schüler in vielerlei Hinsicht ganz anders aus, da diese oftmals einem hohen Leistungsdruck ausgesetzt sind. Der Leistungsdruck für die Schüler spiegelt sich dabei nicht nur in überfüllten Stundenplänen wieder, sondern setzt sich ebenso zu Hause fort. Hierbei spielt auch der familiäre Hintergrund eine wichtige Rolle, welcher den Schülern oftmals hohe Leistungen abverlangt.

Die Schule

Den Schülern soll die Schule durch Wissensvermittlungen optimal auf das spätere Berufsleben vorbereiten. Da kommt es schon einmal vor, dass der Stundenplan 35 Zeitstunden in der Woche umfasst, was einer normalen Arbeitswoche nahe kommt. In den Klassen 9 bis 13 sind es teilweise sogar bis zu 45 Zeitstunden. Und der Trend zeichnet sich für die folgenden Jahre steigend ab, da immer mehr Wissen und kürzester Zeit vermittelt werden soll. Dies wird mit der Globalisierung und der weiter steigenden Technisierung begründet. Hinzu kommen die langen Fahrwege zur und von der Schule, die bis zu 1,5 Zeitstunden am Tag in Anspruch nehmen. Es zeichnet sich ab, dass die Schüler demzufolge einen straffen Schulzeitplan haben, welcher früh am Morgen beginnt und bis in den späten Nachmittag verlaufen kann. Im Rahmen des Unterrichts haben die Schüler jedoch nicht nur mit den erhöhten Unterrichtseinheiten zu kämpfen und dem Aufnehmen des vermittelten Wissens, sondern ebenfalls mit der Unterrichtsgestaltung. Diese ist wegweisend für die Berufswahl und muss von dem jeweiligen Schüler selbst in Wahlpflichtfächern gewählt werden, was zusätzlichen Druck auf die Schüler ausübt. Schon in einer Zeit, in der die Kinder noch nicht wissen, was sie später für einen Beruf erlernen wollen, müssen diese schon die Weichen stellen. Auch dieser Umstand führt zu vielen Problemen und Belastungen. Sind selbst diese Hürden genommen, so müssen die Hausaufgaben und Nach- bzw. Vorbereitungen der Unterrichtseinheiten vorgenommen werden.

Der Nachmittag

Das hohe Lernpensum und und der Leistungsdruck, den  Umfeld auf das Kind ausübt, belasten viele Kinder psychisch.

Das hohe Lernpensum und und der Leistungsdruck, den Umfeld auf das Kind ausübt, belasten viele Kinder psychisch.

Ist das Kind nun endlich zu Hause angelangt, so ist mit dem Schulstoff noch nicht Schluss. Dieser muss oftmals zu Hause aufgearbeitet, sowie nach- und vorbereitet werden. Hinzu kommen Hausaufgaben und Lernstoff, der erarbeitet werden muss. Auch die Eltern üben Druck auf ihre Kinder aus. Diese wollen eine gesicherte Zukunft ihrer Schützlinge erreichen und fordern daher gute Leistungen. Werden diese nicht erreicht, so folgen oftmals Sanktionen. Durch die moderne Welt wird den Schülern immer früher, immer mehr Wissen abverlangt. Diesem gesteigerten Wissen kommen selbst die Elternteile nicht immer hinterher, sodass diese ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr als Hilfe in Anspruch genommen werden können. Daraus folgt, dass die Schulkinder oftmals auf sich alleine gestellt sind und die Arbeiten alleine erledigen müssen. Dies wird zwar auch in den folgenden Jahren von großer Bedeutung sein, anfängliche Hilfestellungen sollten jedoch stets geboten werden, da einige mit dieser Selbstständigkeit große Probleme haben und diese Kinder nicht alleine gelassen werden sollten.

Vor diesen Hintergründen erleiden viele Schulkinder Stresssymptome, dessen Entwicklung schnellstmöglich entgegen gewirkt werden sollte. Hierfür sollten Konzepte entwickelt werden, welche den Kindern Individualität ermöglicht und gelegentliche Erholung offeriert.