Sobald man mit seinem gewählten Studium anfängt, heißt es auch schon dafür effektiv zu lernen. Im Gegensatz zu der Lernleistung, die der Schüler in seiner vorherigen Schule erbringen musste, besteht nicht die Möglichkeit seine Noten insgesamt auszugleichen oder wesentlich zu verbessern, da es im Studium gilt, einzelne Module, die sich aus mehreren Seminaren, Vorlesungen und Kolloquien zusammensetzen, erfolgreich abzuschließen. Ein Modul ist erst dann abgeschlossen, wenn alle Einzelleistungen, beispielsweise Referate oder Hausarbeiten, erbracht worden sind. Sobald man eine Leistung, in der Regel darf man sich Prüfungen bis zu drei Mal probieren, nicht erbracht hat, gilt das komplette Modul als nicht bestanden.

 

Im Ernstfall wird einem das Studium aberkannt und der Student sieht sich gezwungen, mit dem Studieren aufzuhören oder sich neu zu orientieren. Daher handelt es sich bei der allgemeinen viel verbreiteten Meinung, Studenten hätten ein hohes Vorkommen an Freizeit, um einen leidigen Trugschluss. Von Anfang an muss das Studium diszipliniert vollzogen werden, allein auch aus dem Grund, das Studium in der Regelstudienzeit zu absolvieren, damit keine weiteren Kosten auf einen zukommen.

Studieren und Freizeit

BAföG sollte allen Abiturienten das Studium finanziell ermöglichen, doch in der Realität sehen sich viele Stundenten trotzdem mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert.

BAföG sollte allen Abiturienten das Studium finanziell ermöglichen, doch in der Realität sehen sich viele Stundenten trotzdem mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert.

Zwar steht jedem Studenten theoretisch die Finanzierung seines Studiums durch BAföG zu, aber wenn die Eltern ein zu hohes Einkommen haben, ist der Anspruch verwirkt. Auch wenn offiziell das Einkommen für eine staatliche Finanzierung zu hoch ist, besteht nicht immer die Möglichkeit, dass die Eltern ihre Kinder mit Geldmitteln unter die Arme greifen. Zudem kommt erschwerend hinzu, dass der Studienort oftmals weit vom elterlichen Heim entfernt ist, so dass die Lernwilligen genötigt sind, sich eine eigene Bleibe zu suchen. Auch wenn BAföG bewilligt wurde, reicht selbst der Höchstsatz, derzeit bei 670 Euro liegend, bei Weitem nicht aus. Selbst wenn man sich vor Ort Bücher ausleihen kann, muss eine Vielzahl an Studienmaterial zusätzlich entgeltlich besorgt werden. Neben einer Unterkunft, dem Lebensunterhalt wie Nahrungsmittel, dem Studienmaterial wollen Versicherungen und der Semesterbeitrag bestritten werden. Universitätsstätte sind zudem nicht bekannt dafür, dass sie Unterkünfte günstig anbieten. Daher ist beinahe jeder Student verpflichtet, sich einen oder mehrere Nebenjobs zu suchen, welche mit dem Stundenplan konform sind. Bis in die Mittagsstunden schlafen ist meist ein Zeichen dafür, dass sich der Studierende die Nacht mit einem dieser Jobs herumschlagen musste, da er nicht die Möglichkeit hatte, sich für eine geldbringende Tätigkeit zu entscheiden, die zu humanen Uhrzeiten stattfindet. Dies ist die Folge von den  festen Studenplänen die einem vorgeschrieben werden, und der dazugehörigen Anwesenheitspflicht. Eine andere Möglichkeit ist, seine Vorlesungen zeitlich selbst zu gestalten.