Ein berühmter Mann prägte den Satz: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Mit dieser Grundannahme hat Paul Watzlawick sehr prägnant auf den Punkt gebracht, dass auf vielen unterschiedlichen Ebenen ein Informationsaustausch zwischen Personen stattfindet.

Kommunikation bezeichnet also die Verständigung im zwischenmenschlichen Bereich. Man kann sich mit Hilfe der Sprache (verbal) oder auch ohne Worte (non-verbal) miteinander austauschen.

Kommunikation umfasst die Verständigung mit Hilfe der Sprache (verbal) oder auch ohne Worte (non-verbal).

Kommunikation umfasst die Verständigung mit Hilfe der Sprache (verbal) oder auch ohne Worte (non-verbal).

Non-verbal kann mit Hilfe von Zeichen kommuniziert werden (Semantik). Ein Parkplatz, der für behinderte Personen reserviert ist, wird schematisch mit einem Rollstuhlfahrer ausgewiesen. Die Botschaft, nämlich dass das Parken auf dieser Fläche nur Behinderten vorbehalten ist, wird von allen Verkehrsteilnehmern verstanden.

Eine weitere non-verbale Verständigungsform kann mit Hilfe von Gestik und Mimik stattfinden. Diese können zur Untermalung beim Sprechen – bewusst und unbewusst – eingesetzt werden oder als alleinige Unterhaltungstechnik herangezogen, zum Beispiel bei einem Gespräch mit hörbehinderten Menschen. Im Allgemeinen steht der Wissens- oder Informationsaustausch im Vordergrund. Weiter differenziert wird der Begriff der Kommunikation im psychologischen oder sozialwissenschaftlichen Bereich. Dort wird er als „grundlegende Notwendigkeit menschlichen Lebens“ gesehen und der Austausch von Informationen auf drei Ebenen betrachtet.

So findet einmal eine intrapersonelle Kommunikation statt, bei der das Individuum für sich selbst Informationen, beispielsweise aus seiner Umwelt, verarbeitet. Des Weiteren wird der Austausch zwischen mindestens zwei Personen als interpersonale Kommunikation bezeichnet. Zuletzt wird die mediengebundene Kommunikation als die Form des Austausches verstanden, bei der wenige Personen Informationen einer größeren Personengruppe zur Verfügung stellen, wie es beispielsweise bei einer Tageszeitung der Fall ist.

Modelle der Kommunikationstheorie

Die Kommunikation ist ein ausgesprochen komplexer Vorgang. Eine Information wird hierbei über mehrere Kanäle vom Sender zum Empfänger übermittelt.Stimmt die Entschlüsselung der Nachricht beim Empfänger mit der abgesendeten des Senders überein, so ist eine Verständigung erfolgt. Mit Hilfe von Kommunikationsmodellen, versucht man auf wissenschaftlicher Ebene den Vorgang des Austausches theoretisch zu erklären und zu erfassen. Hier werden drei Modelle kurz überrissen:

Kommunikationsmodell nach Schannon & Weaver

Schannon und Weaver entwickelten kurz nach dem Zweiten Weltkrieg ihr Modell. Dieses betrachtet die Kommunikation als linearer Prozess, dem sechs Elemente angehören und auf drei Ebenen erfolgt (syntaktische, semantische und pragmatische Ebene).

Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun

Laut Thun prägen individuelle Eigenheiten jede Verständigung. Jeder Mensch hat seinen eigenen Stil, wenn er sich mitteilt. Dabei spielen Lebensumstände und Erfahrungen der Person eine wesentliche Rolle. Thun betrachtet acht unterschiedliche Kommunikationsstile.

Kommunikationsmodell nach Paul Watzlawick

Watzlawick stützt seine Theorie auf fünf Axiomen:

  • Man kann nicht nicht kommunizieren
  • Jede Verständigung hat einen Inhalts- und Beziehungsaspekt
  • Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung
  • Menschlicher Austausch bedient sich analoger und digitaler Modalitäten
  • Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär.