Friedrich Nietzsche wurde am 15.10.1844 in Röcken, einer selbstständigen Gemeinde die zu der Stadt Lützen hinzuzählt (Sachsen-Anhalt), geboren. Er studierte von 1864 bis 1865 klassische Philologie, in zu der Zeit üblicher Weise, in zwei Städten (Bonn und Leipzig).

Als erst 25-Järiger wurde er bereits Professor der klassischen Philologie in Basel. Durch den Umzug wurde aus dem vormals preußischen Staatsbürger ein Staatenloser.
Bereits 1876 war Nietzsche gezwungen in einen kurzweiligen Ruhestand zu treten, da er an einem Nerven- und Augenleidet litt. 1879 musste er sich vollkommen zurückziehen und in den endgültigen Ruhestand treten, da er durch seine psychischen Krankheiten nicht mehr geschäftsfähig war. Aufgrund der 1889 einsetzenden Geisteskrankheit wurde er in die Irrenanstalt in Basel eingewiesen. Ab 1897 lebte er in  Weimar, jedoch ohne seine alte geistige Form wieder erlangt zu haben und starb dort am 25.08.1900, in einem Alter von nur 55 Jahren.

Sein Erfolg setzte erst in den 1890er Jahren ein, sodass Nietzsche, zu der Zeit zu stark von seiner Krankheit beeinträchtigt, diesen nicht mehr bewusst wahrnahm. Nietzsche wurde nicht nur als anerkannter Philosoph wahrgenommen, sondern durch seine zusätzlichen Tätigkeiten, v.a. dem Dichten, auch als Schriftsteller. Werke wie „Also sprach Zarathustra“ sind allseits bekannt.

Nietzsche sah in den Nihilismus eine Notwendigkeit

Nietzsche sah in den Nihilismus eine Notwendigkeit

Vor allem der Ausspruch „Gott ist tot“ wird mit Nietzsche verbunden. Der Philosoph, der sich eher als Beobachter sah, war nicht der Überzeugung man solle den Tod Gottes beschwören, sondern sah es als Beobachtung jener Zeit an. Diese Aussage ist u.a. konform mit dem Nihilismus. Er war der Auffassung, dass das Aufkommen einiger Wissenschaften und anderer Strömungen zu einer Unglaubwürdigkeit der christlichen Frömmigkeit führen würde, sodass die Instanz Gott als solche in der Form nicht weiterbestehen könne. Als ein Beispiel hierfür lässt sich sein Wek „Also sprach Zarathustra“ erneut anführen.

Auch wenn sich die Wissenschaft nicht einig ist, besteht weitgehend Übereinstimmung dahingehend, dass Nietzsche den Nihilismus nicht proklamierte, sondern vielmehr eine historische Notwendigkeit in diesem sah. Des Weiteren ist er als Kritiker an dem wissenschaftlichen und philosophischen Umgang mit dem Begriff „Moral“, auch im christlichen Sinn, bekannt. Es geht ihm bei seinen Betrachtungen zu dieser Thematik im Besonderen um die Bedeutsamkeit moralischer Systeme.