Mit einer Fußnote macht ein Schriftsteller, Autor oder Journalist auf eine Anmerkung aufmerksam. Um den eigentlichen Text nicht durch Erklärungen zu unterbrechen, benutzt man eine arabische oder römische Ziffer und fügt am unteren Seitenrand die dazugehörige Erläuterung an.

Die Vielfalt der Fußnoten

Die allgemein als Anmerkung bezeichnete Fußnote kann verschiedene Funktionen haben. Mit ihr wird der Leser auf besondere Zusammenhänge hingewiesen, bekommt ein Wort erklärt oder erfährt, von wem der im Text zitierte Ausspruch stammt. Sie dient beispielsweise als:

  • Quellenangabe
  • Legende
  • Weiterführende Erläuterung zu Texten oder Bildern
  • Bemerkung

Richtig positionierte Fußnoten

Mit einer Fußnote macht ein Schriftsteller, Autor oder Journalist auf eine Anmerkung aufmerksam

Mit einer Fußnote macht ein Schriftsteller, Autor oder Journalist auf eine Anmerkung aufmerksam.

Um einen Text in all seinen Belangen zu erfassen, müssen Fußnoten unmittelbar auf der Seite angebracht werden, auf der sie erwähnt wurden. Eine Auflistung aller Fußnoten am Ende eines Buches ist nicht leserfreundlich und verstößt auch gegen allgemeine Richtlinien. Trotzdem finden sich selbst in wissenschaftlichen Abhandlungen manchmal erst die Anmerkungen am Ende des gesamten Textes. Häufiges Umblättern ist die Folge. Wird im Fließtext ein Satz aus dem Werk eines anderen Schriftstellers zitiert, ist die Erklärung dafür noch auf der selben Seite zu geben. Am Ende des Zitats wird eine hochgestellte arabische oder lateinische Zahl angebracht, die auf den unteren Bereich der Seite verweist. Dort erfährt der Leser, woher der Verfasser diese Informationen bezieht, gegebenenfalls unterrichten auch Jahreszahlen über die Aktualität der Erwähnung. Sind auf einer Textseite nicht mehr als drei Fußnoten eingebaut, dürfen auch Sterne oder andere Symbole verwendet werden. Um die Fußnoten deutlich vom Rest des Textes abzugrenzen, wird der sogenannte Grundstrich gezogen. Darunter erfolgt dann die Auflistung der „Anmerkungsziffern“ in einer übersichtlichen Reihenfolge.

Weitere Formen der literarischen Erklärungen

Neben den klassischen Fußnoten, die auch in Romanen oder Zeitungsartikeln zu finden sind, existieren noch zwei weitere Formen zur weiterführenden Erörterung des Textes. Jede Doktorarbeit oder andere wissenschaftliche Qualifizierungsarbeit verlangt am Ende ein Literaturverzeichnis. In jenem gibt der angehende Mediziner, Diplom-Ingenieur oder Betriebswirt die Quellen an, aus denen er seine Informationen bezog. Der Unterschied zur Fußnote besteht darin, dass das eingeflossene Wissen nicht wörtlich zitiert werden darf. Der Hochschulabsolvent eröffnet mit dem Literaturverzeichnis wo er nachgelesen hat, schreibt aber nicht ab. Ganz anders geartet ist auch die Bibliografie. Hier werden ganze Bücher, Theaterstücke oder Romane erklärt. Der Text ist nicht mit Fußnoten gegliedert, sondern permanent kommentiert. Gerade bei oft schwer verständlichen, historischen Texten würden Fußnoten nicht ausreichen.