Ein Literaturverzeichnis wird bei wissenschaftlichen Arbeiten als Quellenangabe für die im Text angeführten Informationen angegeben. Dabei findet sich ein Literaturverzeichnis im Anhang einer Doktorarbeit, einer Bachelor-, Diplom und Master-, sowie Staatsexamensarbeit. Auch in Aufsätzen für Fachzeitschriften oder in Sachbüchern werden derartige Angaben gemacht. Diese dienen vor allem der Kenntlichmachung nicht eigenen, geistigen Eigentums und sollen weiterführende Studien möglich machen. Der Wissenschaftler gibt damit Kollegen die Möglichkeit auf seinem Wissenstand aufzubauen, ihn nachzuvollziehen und gegebenenfalls neue Erkenntnisse daraus abzuleiten.

Die Anforderungen an ein Literaturverzeichnis

Obwohl keine einheitliche Regelung für die Gestaltung von einem Literaturverzeichnis existiert, werden gerade in wissenschaftlichen Kreise folgende Prinzipien für ein eben solches eingehalten. Die Angaben sollen:

  • ehrlich
  • richtig
  • übersichtlich
  • vollständig
  • einheitlich sein.

So sollen diese Anforderungen einen gewissen, ehrenhaften Codex unter Wissenschaftlern ausdrücken und eine gemeinschaftliche Arbeit für „die Sache“ möglich machen. Dennoch weichen die Literaturverzeichnisse häufig überaus deutlich in Aussehen und Formatierung voneinander ab, da sie keinen allgemein gültigen Richtlinien unterliegen.

Die Nützlichkeit des Literaturverzeichnis

Ein Literaturverzeichnis wird bei wissenschaftlichen Arbeiten als Quellenangabe für die im Text angeführten Informationen angegeben

Ein Literaturverzeichnis dient bei wissenschaftlichen Arbeiten als Quellenangabe.

Die gesammelten Angabe am Ende des Werkes sollen in vielfacher Hinsicht dienlich sein. Ihr Nutzen besteht darin:

  • Lesern soll der Zugang zu einem für sie neuen Thema erleichtert werden.
  • Damit lassen sich ganze Datenbanken beziehungsweise Kataloge erstellen, die weitere Forschungen erleichtern.
  • Die Urheberrechte des eigentlichen Autors werden geschützt.
  • Der Verfasser erklärt woher er seine Informationen bezogen hat und beansprucht nicht das geistige Eigentum eines anderen für sich.
  • Lesern wird damit die Möglichkeit gegeben, sich weiter in die Thematik zu vertiefen. So fungiert der Literaturhinweis eventuell auch als „Buchtipp“. Der Konsument kann sein erworbenes Wissen noch erweitern.

Formatierung eines Literaturverzeichnis

Die Zitate und Informationen werden im Gegensatz zu einer Fußnote oder einer Bibliographie zumeist in eine alphabetische Reihenfolge gebracht. Sie verlaufen nur selten nach der chronologischen Abfolge des Textes, sondern orientieren sich an den Namen des Verfassers oder Herausgebers. Dabei ist es dem wissenschaftlichen Texter selbst überlassen, welche Methode er für sich wählt. Besitzt man bei einem Zitat oder einer Anmerkung keine Angaben darüber, von wem diese stammen, ist dies auch anzuführen. Gerade bei älteren, manchmal antiken Überlieferungen ist ein Text nicht mehr eindeutig einem Verfasser zuzuordnen. So ist im Literaturverzeichnis die Anmerkung „o. V.“ hinzuzufügen; dies bedeutet „ohne Verfasserangabe“.