Das Wort kommt aus dem altgriechischen und steht für Büchersammlung. Dabei handelt es sich um ein Verzeichnis für Literaturnachweise, welche eigenständig sind. Aber auch die Erstellung und die Lehre von der Erstellung eines solchen Verzeichnisses werden so bezeichnet. In der Vergangenheit wurde der Begriff Bibliografie aber auch für die Bücherkunde im Allgemeinen verwendet.

Die Titel können hier je nach Wunsch chronologisch, alphabetisch oder systematisch zusammen gestellt sein. Dabei kann natürlich auch der Wert eines Titels berücksichtigt werden. Wird in einem Werk die verwendete Literatur nachgewiesen, spricht man eher von einem Literaturverzeichnis als von einer Bibliografie. Wer eine Bibliografie erstellt wird als Bibliograf bezeichnet.

 

Wo findet man eine Bibliografie

Mit Hilfe der Bibliografien werden zum Beispiel in Büchern Fußnoten und Zitate nachgewiesen.

Mit Hilfe der Bibliografien werden zum Beispiel in Büchern Fußnoten und Zitate nachgewiesen.

In erster Linie verwenden natürlich Autoren und Bibliotheken Bibliografien. Hier werden die unterschiedlichen Werke zur besseren Übersicht erfasst und entsprechend geordnet. Liegen Bibliothekskataloge in gedruckter Form als Bestandsverzeichnisse vor, werden sie oftmals ebenso bezeichnet. Bibliografien werden meist in Buchform, heute aber durchaus auch als CD- oder Online-Datenbank veröffentlicht. Aber auch in verschiedenen Büchern findet man meist am Ende des Buches ein Verzeichnis mit entsprechenden Quellen. Sogar Zitate werden hier kenntlich gemacht und Fußnoten können hier ebenso nachgeschlagen werden.

Wofür nutzt man sie

Mit Hilfe der Bibliografien werden zum Beispiel in Büchern Fußnoten und Zitate nachgewiesen. Aber auch um Quellenangaben sichtbar zu machen verwendet man häufig Bibliografien. Sie gewährt außerdem ein schnelles und zuverlässiges Finden von entsprechenden Titeln oder Angaben. Des Weiteren dienen sie auch in der Wissenschaft als wichtiges Hilfsmittel zur Erschließung von Literatur der verschiedensten Art. Allerdings kann darin auch unselbstständige Literatur, wie zum Beispiel Aufsätze aus Zeitungen, zusammengefasst werden. Diese ließe sich oft nicht anders ermitteln. Dabei wird zudem zwischen Allgemein- und Fachbibliografien unterschieden.

Es gibt aber auch eine Nationalbibliografie, welche alle Publikationen eines bestimmten Landes zusammenfasst. So wird beispielsweise die Deutsche Nationalbibliografie von der Deutschen Nationalbibliothek erstellt. Sie bildet das größte Verzeichnis von deutschsprachiger Literatur überhaupt. Darin werden alle veröffentlichten Werke und im Ausland auf Deutsch erschienenen Werke vermerkt. Meist erscheinen diese nationalen Bibliografien in jährlichen Abständen. Traditioneller Weise erscheinen sie meist in Buchform. Allerdings werden sie in der heutigen Zeit auch häufig als CD-Datenbank oder als Online-Datenbank veröffentlicht. Gängig ist hier zudem auch die Karteiform, vor allem meist bei Bibliothekskatalogen. Früher erschienen sie auch oft in Bandform. Dabei notierte man die Titel auf leere Seiten und klebte diese in Buchbände.