Genetik ist ein vielschichtiger Begriff der Biologie und beschäftigt sich mit dem genetischen Gut von sämtlichen Lebewesen. Zunächst ist in diesem Fachbereich der Aufbau und die Funktion der DNS (Desoxyribonukleinsäure) notwendig, sowie die Funktionen der einzelnen Gene und Chromosomen.

Genetik

Genetik ist ein vielschichtiger Begriff der Biologie.

Die Chromosome, Gene und ihr Bezug zur DNS

Jedes bekannte Lebewesen hat ihren genetischen Bauplan in der DNS. Diese DNS besteht aus vier Basen, nämlich Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin. Die Abfolge dieser Basen bestimmen die komplette Genetik der Lebewesen und entscheiden über Baupläne, Form und Struktur von Zellen. Eine DNS-Sequenz, die ein bestimmtes Protein codiert, bezeichnet man in der Genetik als Gen. Die Gene die sich in einer Phase des Zell-Zykluses ineinander verdichten und dann in einer X ähnlichen Form vorhanden sind nennt man Chromosome.

Ein Mönch der die Genetik revolutionierte

Ein großer Bereich der Genetik ist die Vererbungslehre, deren Grundsätze auf einen Mönch aus dem 19. Jahrhundert zurück zu führen sind. Dieser Mönch, Gregor Mendel, der von 1822- 1884 lebte, beschäftigte sich im nah gelegenen Klostergarten mit der Vererbungslehre anhand von Bohnenpflanzen. Mendel kreuzte diese und stellte daraufhin einige Grundsätze fest, die bis heute als die Mendelschen Regeln gelten. Diese Regeln beziehen sich auf die Weitergabe von äußerlich sichtbaren, also phänotypischen, Merkmalen aufgrund des genetischen Codes.

Die Mendelschen Regeln der intermediären Vererbung

Die erste Regel der Vererbungslehre, der Genetik, nennt man Uniformitätsregel oder Reziprozitätsregel. Sie gilt wenn zwei Eltern (in der Genetik als Parentalgeneration bekannt, kurz P)mit einander verpaart werden und genetisch reinerbig sind, also für ein Merkmal die selben Anlagen besitzen. Die daraus hervorgehenden Nachkommen sind genetisch gleich also uniform. Diese sind dann mischerbig, also heterozygot, für dieses Merkmal. Zum Beispiel wenn eine Blume zwei Gene mit der Anlage für rote Blüten aufweist und die andere zwei Gene mit der Anlage für weiße Blüten, werden die Nachkommen dieser Blumen rosa Blüten tragen, diese Generation nennt man Filialgeneration 1 (F1 Generation).

Die zweite Regel lautet Spaltungsregel und gilt wenn zwei Individuen gekreuzt werden, die heterozygot für ein Merkmal sind. Somit wird das genetische Gut der daraus entstehenden Nachkommen zu einer Wahrscheinlichkeit von 50% heterozygot sein. Wenn man beispielsweise die F1 Generation aus der ersten Regel miteinander kreuzt werden die Nachkommen zu 25% weiße und rote und zu 50% rosafarbene Blüten tragen.

Die dritte Regel nennt man Unabhängigkeitsregel und sie beschreibt die Kreuzung zweier Individuen, die allerdings zwei verschiedene Merkmale in zwei Genen tragen, also zum Beispiel rote Blüten und Gelbe Früchte und Weiße Blüten und grüne Früchte. Diese Regel nennt die Wahrscheinlichkeit des Auftretens des Genotyps.