Die kleinste Einheit jeder biologischen Erbinformation wird als Gen bezeichnet. 1866 beschrieb Gregor Mendel die Vererbung von bestimmten Merkmalen an die nachfolgende Generation. Er hat herausgefunden, dass die Kinder von beiden Eltern jeweils einen Satz an Chromosomen erben und auch die Blutgruppen in einer bestimmten Form weitergegeben werden. Seine Erkenntnisse werden heute als Mendelsche Regeln bezeichnet.

Gen

Die kleinste Einheit jeder biologischen Erbinformation wird als Gen bezeichnet.

Mit diesen Erkenntnissen versuchten die Wissenschaftler, an Pflanzen ein bestimmtes Gen in der kommenden Generation zu platzieren. Das Ziel war, den Ertrag von Pflanzen zu verbessern und sie widerstandsfähiger gegen Schädlinge zu machen. Dieser Versuch gelang zum ersten Mal den Wissenschaftler Frederick Griffith im Jahr 1928. indem ein Gen in einer anderen Pflanze gezielt platziert werden konnte.

In den Jahren der Naziherrschaft wurde auf diesem Gebiet sogar an Menschen geforscht und wie über ein Gen, eine reinrassige deutsche Bevölkerung geschaffen werden kann. Diese Arbeit hatte nichts mehr mit Ethik zu tun. Die Versuchskaninchen waren sehr häufig Zwillinge. Auf diesem Weg erhofften sich die Nazis die besten Ergebnisse. Heute sind derartige menschenverachtende Versuche verboten.

Ein Gen besteht aus einer DNA und einer DNS (Desoxyribonukleinsäure). In beiden Bereichen liegen Erbinformationen, welche immer weiter gereicht werden. Heute sind die Wissenschaftler in der Lage, Verwandtschaftsverhältnisse zu klären, wo die Vorfahren über Jahrhunderte Jahre Tod sind.

Der genetische Fingerabdruck

1984 war Alec Jeffreys per Zufall auf den genetischen Fingerabdruck gestoßen. Diese Entdeckung sollte in den kommenden Jahren die Kriminaltechnik revolutionieren und die Experten sprechen von einem Quantensprung. In den folgenden Jahren genügte nur ein Gen, um die DNA herauszufiltern. Die DNA ist wie ein Fingerabdruck und die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Ergebnisse ähnlich aussehen, liegt bei 1 zu mehreren Millionen. Eine Ausnahme gibt es bei eineiigen Zwillingen. Heute sind die Wissenschaftler in der Lage in einer DNA zu lesen, wenn nur noch ein Teil vom Gen gefunden wird. Über die Polymerase-Kettenreaktion wird der gefundene Teil mehrmals kopiert, bis die Möglichkeit zur genauen Bestimmung der DNA besteht.

Die Panne

Um genaue Ergebnisse zu bekommen, muss auf diesem Gebiet sehr sauber gearbeitet werden. Vor einigen Jahren jagte die Polizei einer Täterin nach, welche an vielen Tatorten in ganz Deutschland ihre DNA hinterlassen hatte. Es war eigenartig, die Frau sollte an vielen Verbrechen beteiligt gewesen sein und blieb trotzdem ein Phantom. Erst als die Experten die verwendeten Wattetupfer genauer untersuchten, kam ein verblüffendes Ergebnis ans Tageslicht. Das Gen stimmte mit einer Frau überein, welche in der Firma arbeitete, welche die Wattestäbchen herstellten. Durch unsachgemäßes Arbeiten wurde ihre DNA auf die Stäbchen übertragen. Monatelang wurde dadurch von der Polizei in die falsche Richtung ermittelt.