Der Begründer der Genetik, Gregor Mendel, gilt als bedeutendster Naturforscher des 19. Jahrhunderts. Durch zahlreiche Kreuzungsversuche entwickelte er die nach ihm benannten Mendel´schen Regeln. Im der Bereich der Vererbung und den genetischen Code brachte Gregor Mendel die Naturwissenschaften ein großen Schritt weiter. Allerdings fanden seine Erkenntnisse erst ab Anfang des 20. Jahrhundert Anklang.

Gregor Mendel

Der Begründer der Genetik, Gregor Mendel, gilt als bedeutendster Naturforscher des 19. Jahrhunderts.

Verfahrensweise der Forschungen Gregor Mendels

Im Unterschied zu vorherigen Wissenschaftlern beschränkte sich Gregor Mendel auf die Betrachtung einzelner Merkmale anstatt ein Lebewesen als Ganzes zu untersuchen. Seine Ergebnisse erfasste er statistisch und wertete diese sehr genau aus, um Regelmäßigkeiten zu erkennen. Durch seine Erkenntnis, der genetische Code eines Organismus liegt auf mehreren Genen und Chromosomen verteilt, unterstütze Gregor Mendel Darwins Selektionstheorie. Zu Lebzeiten konnte er seine Erkenntnisse jedoch nicht erfolgreich publizieren. Erst ab 1900 konnten diese durch Wiederentdeckung anderer Forscher bestätigt werden.

Dazu unternahm Gregor Mendel zwischen 1856 und 1863 unzählige Kreuzungsexperimente mit verschiedenen Pflanzen. Am bekanntesten sind seine Erbsen-Untersuchungen, bei denen er die Merkmale runde oder runzlige und grüne oder gelbe Samen unterschied. Durch selbst durchgeführte künstliche Befruchtung der Pflanzen konnte Gregor Mendel sicher gehen, die richtigen Mutterpflanzen zu kennen und dessen Merkmalsausbildung und -weitergabe zielgerichtet beobachten zu können.

Mendel´sche Regeln

Als Erkenntnisse seiner Versuche gelten die drei durch ihn aufstellten Regeln der Verebung. Die erste, die Uniformitätsregel, besagt, dass die Tochtergeneration zweier reinerbiger Eltern, die jeweils unterschiedliche Merkmale besitzen, sowohl im Geno- als auch im Phänotyp uniform sind. Bei einem dominant-rezessiven Erbgang besitzen alle Töchter dieselben Merkmale eines Elternteils, beim intermediären Erbgang liegt eine Mischform beider parentalen Merkmale vor. Die zweite Regel, auch Spaltungsregel genannt, gilt für die Paarung zweier Pflanzen, die in denselben Merkmalen heterozygot sind (etwa jene, die durch die erste Regel entstanden sind). Dessen Kinder weisen keine uniformen Merkmale mehr auf, sondern spalten sich im Verhältnis 1:2:1 auf. Die dritte Regel, die sogenannte Unabhängigkeitsregel besagt, dass zwei verschiedene zu betrachtende Merkmale unabhängig voneinander vererbt werden und somit in neuen Kombinationen miteinander auftreten können.

Diese Regeln gelten jedoch nur bei einfachen Erbgängen, also solchen deren Merkmalsausprägung nur durch ein Gen bestimmt wird. Ebenfalls funktionieren sie nur bei Individuen mit diploiden Chromosomen und haploiden Keinzellen, da dadurch die Weitergabe je eines haploiden Chromosomensatz der Eltern durch die Meiose garantiert ist.