Seit dem Jahr 1901 wird der Nobelpreis Literatur vergeben. In seinem Testament verpflichtete Alfred Nobel die Jury ausdrücklich die idealistischen Absichten des Schriftstellers bzw. die des Werkes, bei der Auswahl zu berücksichtigen. „Wer das Vorzüglichste in idealistischer Richtung geschaffen hat“, heißt es im Testament Alfred Nobels, auf dessen Grundlage die Statuten der Alfred Nobel-Stiftung basieren, soll mit dem Nobelpreis Literatur geehrt werden. Generell sollen die Nobel Preise „denen zugeteilt werden, die […] der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben“. Alljährlich wird deshalb am Todestag des schwedischen Erfinders und Industriellen Alfred Nobel, dem 10. Dezember, neben vier weiteren anderen Preisen der Nobelpreis Literatur vergeben. Die Dotierung des Nobelpreises Literatur betrug im Jahr 2012 ca. 8 Millionen Schwedische Kronen. Verantwortlich für die Auswahl der Literaturpreisträger ist, gemäß dem Testament Nobels, die Schwedische Akademie.

 

Unvergessen, der mit dem Nobelpreis Literatur geehrte – Gerhart Hauptmann

Gerhart Hauptmann wurde 1912 „vor allem als Anerkennung für sein fruchtbares und vielseitiges Wirken im Bereich der dramatischen Dichtung“ wie es in der Begründung hieß, mit dem Nobelpreis Literatur geehrt. Der deutsche Schriftsteller und Dramatiker Gerhart Johann Robert Hauptmann, der zu den bedeutendsten deutschen Vertretern des Naturalismus gezählt wird, erfreute sich zu Lebzeiten einer beispiellosen Popularität und Verehrung, sodass ihm sogar das Amt des Reichskanzlers angeboten wurde. Für das Ausland wurde er zum Repräsentanten deutscher Literatur. Bis heute sind die Werke Hauptmanns unvergessen, wie „Vor Sonnenaufgang“ oder der „Bahnwärter Thiel„, um nur zwei zu nennen. Hauptmann erklärte selbst einmal: „Es meldeten sich in meinem Innern stets viele Stimmen zu Wort, und ich sah keine andere Möglichkeit, einigermaßen Ordnung zu schaffen, als vielstimmige Sätze: Dramen zu schreiben.“ Werke, die bis heute auf dem Spielplan vieler Bühnen der Welt stehen. Er erhielt den Nobelpreis für Literatur im Jahr 1912.

Ein „­Who is Who“ der Weltliteraten – bekannte und beliebte Schriftsteller zählen zu den Preisträgern.

Seit dem Jahr 1901 wird der Nobelpreis Literatur vergeben

Seit dem Jahr 1901 wird der Nobelpreis Literatur vergeben

Nach Gerhart Hauptmann im Jahre 1912 wurde Rabindranath Tagore aus Indien im Jahre 1913 als erster asiatisches Schriftsteller zum Nobelpreisträger Literatur. Es folgten viele Schriftsteller, deren Namen noch heute in der Welt einen guten Klang haben.

Den Nobelpreis für Literatur erhielten:

1925 – George Bernard Shaw aus Irland
1929 – Thomas Mann aus Deutschland
1946 – Hermann Hesse aus der Schweiz
1966 – Nelly Sachs aus Deutschland
1969 – Samuel Becket aus Irland
1971 – Pablo Neruda aus Chile
1982 – Gabriel García Márquez aus Kolumbien
1996 – Wislawa Szymborska aus Polen
1999 – Günter Grass aus Deutschland
2002 – Imre Kertész aus Ungarn
2004 – Elfriede Jelinek aus Österreich
2006 – Orhan Pamuk aus der Türkei
2009 – Herta Müller aus Deutschland
2011 – Tomas Tranströmer aus Schweden.
2012 – Mo Yan aus China