Um die europäische mittelalterliche Sagengestalt König Artus ranken viele Geschichten. Sein Herrschaftsgebiet ist das damalige Britannien und in dieser Mythologie hat König Artus eine wichtige Figur eingenommen.

König Artus wird auch mit anderen Mythenkreisen in Verbindung gebracht, wie beispielsweise „Merlin“, „Tristan und Isolde“ oder der „Heilige Gral„. Es scheinen keltische Überlieferungen zu sein.

Nach der Artussage sind im Mittelalter im 5. Jahrhundert nach Christi Britanniens Könige untereinander zerstritten, während das Land bedroht wird von Sachsen und Pikten. Der sogenannte Hochkönig, Aurelius Ambrosius ist der Berater und bester Freund von König Konstantin, dem regierenden König. Nach zehnjähriger Regierungszeit findet dieser durch einen Piktendolch seinen Tod. Die beiden jüngeren Brüder des Königs, Aurelius Ambrosius und Uther haben Glück, da sie von der getreuen Dienerschaft nach Kleinbritannien gebracht werden und somit in Sicherheit sind.

Die Willkürherrschaft vom Übernehmenden Vortiger dauert nicht lange und er wird nach Wales vertrieben mit der sich erfüllenden Prophezeiung im Gepäck, sich auf dem Berge Erith einen Turm zu bauen und sich darin einzuschließen. Eine riesige Grube wird dort ausgehoben, schwere Balken werden herangeschleppt, sowie große Felsblöcke zum Errichten der Grundmauern.

Doch in der dritten Nacht brach alles in sich zusammen und die unbarmherzig angetriebenen Arbeiter glauben ihren Augen nicht, es wiederholt sich drei Nächte hintereinander. Da Vortiger sein, zu errichtendes Exil in Gefahr sieht, ruft er seine Berater zu sich und wird belehrt, einen vaterlosen Jüngling mit in das Grundwerk einzumauern – ein uralter heidnischer Brauch.

Nun lebt an der Küste in einer armseligen Hütte schon länger ein junger Mann namens Merlin, den niemand weiter kennt und der sein Leben ohne Eltern dort verbringt. Er soll, laut königlichen Ratgeber, als Opfer dienen.

Stonehenge war zur Zeit König Artus' ein Grabdenkmal

Stonehenge war zur Zeit König Artus‘ ein Grabdenkmal

Merlin, ein schöner hochgewachsener, schlanker Jüngling mit Rabenschwarzem Haar hört davon, macht sich auf den Weg und siehe da, er entdeckt, dass das Vorhaben immer wieder von zwei miteinander unterirdisch kämpfenden Drachen gestört wird. Die Tiere fühlen sich durch den Baulärm in ihrer Nachtruhe gestört.

Laut Merlins Rat wird der See abgelassen und die Tiere verschwinden. Merlin entpuppt sich als weiser Ratgeber und kündigt den Krieg durch die verschleppten Brüder Aurelius und Uther an, die ihr Königreich zurückerobern wollen.

Einen ganzen Sommer lang hält der Krieg an und Aurelius Ambrosius wird zum neuen König ernannt. Uther entdeckt mit seinem Gefolge die Reste von einem Versuch einen Turm zu errichten und findet dort auch Merlin vor. Dieser berichtet ihm, dass Aurelius von einem als Mönch verkleideten Nebenbuhler vergiftet worden ist und Uther nun König sei. Uther bestattet voller Trauer seinen Bruder mit allen königlichen Ehren und langsam kehrt Normalität ein.

Bis er sich eines Tages bei einer prunkvollen Krönungsfeierlichkeit in die Frau des Herzogs „Gorlois von Cornwall“ verliebt. Der Herzog verzieht sich mit Frau und Vorräten hinter seine Mauern und eine Fehde beginnt zwischen König Uther und ihm, dem Herzog von Cornwall. Merlin verhilft Uther, durch eine geschickte Verkleidung, in das Ehebett von Gorlois und erwartete als Dank den erstgeborenen gemeinsamen Sohn, den er Artus nennt.

Uther errichtet das Grabdenkmal „Stonehenge„, wo auch er eines Tages beigesetzt wird. Zu der Zeit ist der spätere König Artus mittlerweile 15 Jahre alt und seine Existenz wird offenbart. König Artus hört wie der Erzbischof verkündet, dass etwas Wunderbares geschehen sei und sich vorm Dom ein Felsblock mit einem sich darin befindlichen Schwert mit der Aufschrift „Excalibur“ befindet. Wem es gelingt diesen herauszuziehen, soll neuer König von Britannien werden.

Da nur Artus dies schafft, wird er zum Ritter geschlagen und nun neuer König von Britannien – König Artus.

Nach den Mythen hat König Artus zwischen 500 und 800 nach Christi Geburt die Regentschaft gehabt, die 72 Jahre gedauert haben soll.