Ursprung der Legende

Der Ursprung der mittelalterlichen Legende um Tristan und Isolde lässt sich nicht mehr genau rekonstruieren. Trotzdem sind einige Annahmen wahrscheinlicher als andere; eine sieht einen keltischen Ursprung in Tristan und Isolde, eine andere einen germanischen und die dritte geht von einem orientalischen Ursprung aus.

Der keltische Ursprung gilt als besonders plausibel, weil es lokale und historische Bezüge gäbe. Man beruft sich auf die „Geschichte von Cano, dem Sohn Gartnáns“. Außerdem fand man in Cornwall eine Stele des 6. Jahrhunderts. Von der keltischen Dichtung wurde die Geschichte in nordfranzösische und anglonormannische Spielmannsdichtungen aufgenommen und weiterverbreitet.

Im 12. Jahrhundert entstanden die ersten Romane. Dann fand die Legende Eingang in spanische, italienische, deutsche, skandinavische und slawische Literatur.
Allerdings ist die Überlieferung von Tristan und Isolde nicht vollständig, sondern bestenfalls fragmentarisch. Man muss davon ausgehen, dass der Stoff im Laufe der Zeit aus verschiedenen Quellen entwickelt wurde. Es gibt keine klare Ursprungsquelle.

Die Geschichte von Tristan und Isolde gehört wie König Artus und seine Tafelrunde, sowie der Heilige Gral zum europäischen Mittelalter. Richard Wagner hat diese Erzählung in seiner gleichnamigen Oper aufgenommen. Es gibt viele Adaptationen von Tristan und Isolde.

Geschichte von Tristan und Isolde

In der Geschichte heißt es, dass Tristan der Sohn der Tochter Markes von Cornwall und dem König Riwalon von Lohnois sei, beide starben und der Sohn wuchs bei einem Familienfreund auf. Er wurde ins Ausland geschickt, lernte Fremdsprachen, kehrte zurück, lernte Machthaber kennen. Er wurde entführt, freigelassen, erfuhr von seiner adligen Herkunft, rächte seines Vaters Tod.

Er beendete die Tributzahlungen Cornwalls an Irland, wurde im Zweikampf vergiftet, reiste er nach Irland und wurde geheilt. Tristan brachte Isolde das Harfenspiel bei, hielt für den König um Isoldes Hand an. Isolde nahm an und beide reisten nach England, tranken einen Liebestrank und verliebten sich.

Sie wurden getrennt und Tristan musste flüchten. In Deutschland traf Tristan auf eine andere Isolde, er verliebte sich. In einer Schlacht wurde er verwundet und schickt seinen Diener um Hilfe, Isolde soll ihm Salbe machen, bei seiner Rückkehr sollte ein weißes Segel Erkennungszeichen sein, aber die neue Isolde ist eifersüchtig und behauptet, das Segel sei schwarz und so starben Tristan und Isolde.