Das Cern ist ein Kernforschungszentrum und die weltweit größte Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der Teilchenphysik. Zum Zwecke der physikalischen Grundlagenforschung wurde das Cern im Jahr 1954 von zwölf Mitgliedsstaaten in Genf gegründet. Das Hauptgebäude liegt in Myrin in der Schweiz und nah an der französischen Grenze.

Die wichtigsten Forschungs- und Experimentierplätze der Einrichtung befinden sich unterirdisch und erstrecken sich geografisch unter französischem Boden. Der Kurzname ist angelehnt an den mit der Gründung beauftragten französischen Rat und steht für die Europäische Organisation für Kernforschung. Weit über die Hälfte aller Teilchen-Physiker weltweit nutzen das Cern-Institut für ihre Forschungsarbeiten.

Was macht Cern?

Die Forscher und Gastdozenten betreiben Grundlagenforschung mit dem Ziel die wesentlichen Fragen des Lebens zu beantworten: Woraus besteht das Universum? Wie funktioniert es? Was ist Materie und wie bildet sie sich? Hierfür werden die Grundkräfte der Physik zwischen den Elementarteilchen erforscht, Theorien aufgestellt und geprüft. Ein weiteres Standbein des Kernforschungszentrums ist die Entwicklung von Zukunftstechnologien. Die wohl bekannteste Erfindung ist das World Wide Web, das heute von fast 2,4 Milliarden Menschen weltweit genutzt wird. Darüber hinaus werden Hochleistungsrechner entwickelt, die eine schnelle Verarbeitung immenser Datenmengen ermöglichen sollen.

Wie forscht Cern?

Im Forschungszentrum CERN befindet sich der Large Hardon Collider (LHC), der größte Teilchenbeschleuniger der Welt.

Im Forschungszentrum CERN befindet sich der Large Hardon Collider (LHC), der größte Teilchenbeschleuniger der Welt.

Die Europäische Union finanziert das Institut mit rund 600 Millionen Euro jährlich. Hinzu kommt die Finanzierung der einzelnen Forschungen aus Instituten weltweit. Um die Bausteine von Atomen zu erkennen, nutzt Cern Teilchenbeschleuniger und Detektoren.

Herzstück der unterirdischen Anlage ist ein knapp 27 Kilometer großer Teilchenbeschleuniger, der Large Hadron Collider (LHC). Ein Teilchenbeschleuniger ermöglicht, dass elektrisch geladene Elementarteilchen auf hohe kinetische Energie gebracht werden können. Mit Hilfe dieser Geräte können die kleinsten Elemente der Materie untersucht werden. Dies ist zur Erforschung der fundamentalen Wechselwirkung von Materie unerlässlich. Die größte Herausforderung ist der Nachweis des Higgs-Teilchens oder auch bekannt als Gottesteilchen. Die Entdeckung des Higgs-Teilchen kann neue Dimensionen für die Forscher eröffnen und erklären, warum Materialteilchen Masse besitzen. Dies ist das aufregendste Forschungsexperiment, dem sich die Wissenschaftler des Instituts nach wie vor widmen.

Welche Bedeutung hat Cern?

Für die Wissenschaft und letztlich auch die Menschheit ist das vollständige Verständnis des Universums unerlässlich. Ein neues, verbessertes Bild vom Aufbau allen Lebens führt zu unermesslichen Ergebnissen für die Menschheit. Damit ist Cern nicht nur von weltweit größtem Nutzen für die Wissenschaft, sondern dient auch allen Forschern und letztlich den Menschen zu mehr Fortschritt und Wissen.