Die Indikation oder der Indikativ ist einer von insgesamt drei Modi des Verbs. Es gibt ihn sowohl im Deutschen als auch im Lateinischen. Das Verb, als eine Wortart im Deutschen, beschreibt bestimmte Tätigkeiten, ein Geschehen, einen Vorgang oder einen bestimmten Zustand. In vielen Grammatiken ist deshalb auch vom Tätigkeitswort, Zeitwort oder vom Tunwort die Rede.

Die Indikation neben dem Imperativ und dem Konjunktiv

Die Indikation existiert neben den Modi Imperativ und Konjunktiv. Während der Imperativ vor allem für Aufforderungen, Befehle, Ratschläge oder Einladungen benutzt wird, benutzt man den Konjunktiv zur Darstellung einer Möglichkeit. Dem entsprechend wird der Imperativ als Befehlsform, der Konjunktiv als Möglichkeitsform bezeichnet. Der Indikativ aber gilt für die Darstellung der Wirklichkeit, das heißt er ist die eigentliche Normalform in Texten und sonstigen sprachlichen Äußerungen. So zeigt er uns das tatsächliche Geschehen an. Er wird deshalb auch als Wirklichkeitsform bezeichnet. Im Gegensatz zu allen anderen Modi existiert der Indikativ in allen menschlichen Sprachen. In der deutschen Sprache ist der Indikativ jener Modi, der am häufigsten verwendet wird. Er gilt als Standardmodus in Gesprächen, Texten oder Erzählungen.

Unterscheidungen zwischen Indikation, Imperativ und Konjunktiv

Neben der Indikation kann das deutsche Verb auch im Konjunktiv und im Imperativ gebildet werden.

Neben der Indikation kann das deutsche Verb auch im Konjunktiv und im Imperativ gebildet werden.

Der Konjunktiv als Möglichkeitsform zeigt sich in Sätzen wie „Er würde fahren“ oder „Er kann gehen“. Er verdeutlicht einen Wunsch oder eine Irrealität, das heißt mögliche, nur gedachte oder angenommene Sachverhalte. Zudem ist er in indirekter Rede zu finden. Der Imperativ als Befehlsform ist am deutlichsten erkennbar an Formen wie „Geh` jetzt dorthin“, „Fahr heute noch zum Bäcker“ oder „Lass uns ein Eis essen gehen“. Er drückt eine Aufforderung oder einen Befehl aus. Sowohl freundliche Einladungen als auch strenge Kommandos sind hier gemeint. Der Indikativ zeigt sich daran, dass er eine reale Handlung beschreibt. So etwa „Du gehst mit mir zum Essen“ oder „Er fährt mit dem Auto zur Arbeit“.

Beispiel für die Indikation

Folgende Beispiele zeigen den Indikativ. So etwa die Sätze „Er läuft auf der Straße“, „Sie sitzt in der Straßenbahn“, „Sie geht einkaufen“, „Er kommt mir damit entgegen“, „Du kommst am Samstag zu einem Besuch zu mir“ oder „Der Hund frisst sein Futter“. Die Indikation in den verschiedenen Formen des Tempus

Die Indikation des Verbs tritt in den verschiedenen Tempusformen auf. So etwa im Präsens, im Imperfekt oder Präteritum, im Plusquamperfekt oder im Futur. So sind Sätze wie „Er schläft wahrscheinlich“ oder „Ich vermute, dass er schläft“ ebenso zum Indikativ zu zählen wie „Dornröschen schlief hundert Jahre lang“ oder „Er musste schlafen“.