Der Intelligenztest gehört zur psychologischen Diagnostik, wodurch die Intelligenz eines Individuums bestimmt werden kann. Da Intelligenz häufig unterschiedlich definiert wird, werden verschiedene Tests durchgeführt, um die genaue Anzahl an Intelligenzpunkten bestimmten zu können. Ein Intelligenztest kann sehr nützlich sein, um Aussagen über die Zukunft treffen zu können, so können Perspektiven bezüglich der Berufsausbildung oder der Schulbildung erschlossen werden.

Es wird bei dem Test jedoch auch miteinbezogen, wenn der Befragte an bestimmten Erkrankungen leidet, welche den IQ insgesamt herabsetzen könnten, dieser jedoch trotzdem überdurchschnittlich hoch ist. Die wichtigste Einheit, die durch einen Intelligenztest ermitteln werden soll, ist der Intelligenzquotient, weshalb solche Tests abgekürzt auch häufig IQ-Tests heißen. Intelligenz lässt sich generell nicht 100%ig messen, sondern kann immer nur einen bestimmten Richtwert ergeben, da die Intelligenz selber kein wirklich messbares soziales Konstrukt darstellt. Unterschieden werden muss ebenfalls zwischen dem Intelligenztest und dem Emotionalen Intelligenz-Test, welcher ermitteln soll, wie gut ein Mensch Gefühle analysieren und richtig erfassen kann.

Unterschiedliche Arten der Intelligenzmessung

Intelligenztests testen das logische Denken, räumliches Denken, Allgemeinwissen und weitere Kategorien.

Intelligenztests testen das logische Denken, räumliches Denken, Allgemeinwissen und weitere Kategorien.

Es gibt unterschiedliche Tests, die im Laufe der letzten Jahre entwickeln wurden, um einen genauen Intelligenzquotienten ermitteln zu können. Der Binet-Simon-Test gehörte zu den allerersten Intelligenztests und wurde 1905 entwickelt. Er bestand vor allem aus verschiedenen Fragen aus unterschiedlichen Kategorien, wie zum Beispiel der Mathematik, den Naturwissenschaften oder der Geographie. Anschließend wurden die Punkte addiert und anhand von Tabellen ermittelt, wie hoch der IQ genau gewesen ist.

Bei der kristallisierten (kristallinen) und fluiden Intelligenz geht es vor allem um die Problemlösung. Wichtig ist dieser Test für die Entwicklungspsychologie und die klinische Psychologie. Der Test verbindet Fertigkeit mit Wissen und wird vor allem bei sehr jungen Kindern angewandt, um eine eventuelle Begabung erschließen zu können. Ein weiterer Intelligenztest dient zur Erschließung der verbalen und praktischen (Handlungs-) Intelligenz. Hierfür werden elf Teiltests durchgeführt, die sich vor allem mit Allgemeinwissen, Sprachverständnis, Wortschatz, Wahrnehmung und dem Arbeitsgedächtnis beschäftigen.

Es gibt in vielen Bereichen der Medizin jedoch auch so genannte Kurztests, mit denen man speziell überprüfen kann, ob ein Patient eventuell unter einer Erkrankung des Gehirns leidet, wie zum Beispiel Demenz oder Alzheimer. Diese Tests werden häufig durch die Durchführung kleiner Aufgaben absolviert, wie das Zeichnen der Uhr. Sollten hierbei starke Defizite auftreten, die von einem durchschnittlichen Intelligenzquotienten abweichen, so ist davon auszugehen, dass der Patient tatsächlich an der Krankheit erkrankt ist. Ansonsten werden die Tests auch zur Förderung von begabten Schülern herangezogen, um zu sehen, wie weit sie in ihrer Entwicklung schon sind und was in Zukunft von ihnen erwartet werden kann. Ein Intelligenztest kann durch einen Psychologen oder Allgemeinmediziner durchgeführt werden.

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