Gotthold Ephraim Lessing wird am 22.01.1729 im sächsischen Kamenz als Sohn des Erzdiakons Johann Gottfried Lessing und dessen Frau Justina Salome (geb. Feller) geboren. 

Zwischen 1737 und 1741 besucht er die kamenzer Lateinschule. 1741 besteht der junge Lessing die Aufnahmeprüfung der Fürstenschule St. Afra in Meißen. Der Zwölfjährige wechselt noch im selben Jahr an die Fürstenschule.
Neben den alten Sprachen werden Mathematik, Geografie und Philosophie gelehrt. 1746 wird er aufgrund hervorragender schulischer Leistungen vorzeitig entlassen und an der Universität Leipzig immatrikuliert. Lessing studiert zunächst Theologie. Allerdings wechselt er 1748 zum Medizinstudium und begibt sich an die Universität Wittenberg.

 

Gotthold Ephraim Lessing - Werk und Wirken

Gotthold Ephraim Lessing – Werk und Wirken

Zwischen 1748 und 1751 hält er sich in Berlin auf und arbeitet als freier Schriftsteller. 1751 kehrt Lessing nach Wittenberg zurück, um sein Medizinstudium am 29.04.1752 mit der Magisterwürde abzuschließen. Anschließend geht Lessing erneut nach Berlin, betätigt sich als Theater- und Literaturkritiker und verfasst Dramen. 1758 wird er in Berlin Mitgründer der Zeitschrift „Briefe, die neueste Litteratur betreffend“. In dieser Zeitschrift veröffentlicht er viele Essays, in denen er den französischen Klassizismus und seinen Einfluss auf die deutsche Theater- und Literaturlandschaft kritisiert. Nachdem der Literat zwischen 1760 und 1765 als Sekretär in Breslau beschäftigt war, geht er 1767 als Dramaturg und Berater an das Hamburger Nationaltheater. 1770 wird er Bibliothekar der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel. 1776 heiratet er Eva König, die er in Hamburg kennengelernt hat. Ein Jahr später kommt der gemeinsame Sohn Traugott zur Welt, der tags darauf verstirbt. Eva König erliegt dem Kindbettfieber. Am 15.02.1781 stirbt Lessing in Braunschweig an Brustwassersucht.

 

Werk und Wirken

Lessing ist einer der bekanntesten deutschen Schriftsteller, Literaturkritiker und Dichter. Als bedeutendster Vertreter der Aufklärung tritt er für Freiheit, Toleranz und Humanismus ein. Er fordert ein „Christentum der Vernunft“. Lessing setzt sich für die gegenseitige Toleranz der Weltreligionen ein. Mit seinem Werk „Nathan der Weise“ stellt er den Toleranzgedanken in Jerusalem in Bezug auf Islam, Christentum und Judentum deutlich heraus und verfasst zudem das erste Ideendrama. Mit „Miss Sara Sampson“ erstellt der Schriftsteller das erste deutsche bürgerliche Trauerspiel und sein Werk „Minna von Barnhelm“ wird später als Maßgabe für klassische Lustspiele dienen.