Nonverbale Kommunikation, was versteckt sich hinter diesem Schlagwort? Welchen Einfluss hat dieser Kommunikationskanal auf den Gesamteindruck eines Menschen? Fest steht, im Berufsalltag ist die Kommunikationsfähigkeit eines Menschen ein wichtiger persönlicher Erfolgsindikator.

Verbale Kommunikation

Die verbale Kommunikation ist den meisten Menschen ein Begriff und notwendiger Bestandteil unseres Alltages. Ohne Sprache ist ein Miteinander der Menschheit kaum denkbar. Deutlich macht dies bereits die biblische Geschichte des Turmbaues zu Babel. Durch Sprachverwirrungen als Gottesstrafe wurde der Turm zu Babel niemals vervollständigt. In der heutigen Kommunikationsgesellschaft wären die Folgen einer fehlenden Kommunikation kaum absehbar. Dabei ist der Grundvorgang der Kommunikation schnell beschrieben. Ein Sender, der etwas mitteilen möchte, verschlüsselt sein Anliegen in erkennbare Zeichen wie Sprache. Diese Nachricht muss vom Empfänger wahrgenommen und korrekt entschlüsselt werden. Nach dem Kommunikationsmodell von Friedemann Schulz von Thun hat jede Nachricht vier verschiedene Seiten.

Verbale Kommunikation ist nicht einfacher als Nonverbale Kommunikation

Verbale Kommunikation ist nicht einfacher als Nonverbale Kommunikation

  1. Sachebene (worüber informiere ich?)
  2. Selbstoffenbarung (was gebe ich von mir preis?)
  3. Beziehungsaspekt (was halte ich von dir und wie stehen wir zueinander?)
  4. Intention (wozu möchte ich dich veranlassen?)

Diese vier Seiten einer Nachricht machen die menschliche Kommunikation kompliziert und störanfällig, aber auch aufregend und spannend. Eine Nachricht muss vom Sender sowie Empfänger gleichermaßen geordnet und gewichtet werden. Geschieht dies aufgrund verschiedener Störfaktoren, wie Sprachbarrieren oder verschiedener kultureller Hintergründe, nicht, ist die Kommunikation erschwert.

Nonverbale Kommunikation

Der berühmte Satz: „Man kann nicht, nicht kommunizieren von Paul Watzlawick machen es deutlich. Ein Leben ohne jede Kommunikation ist nicht möglich. Selbst wenn grundsätzlich keine Kommunikation gewünscht wird, muss dies mitgeteilt werden. Wenn nicht durch Worte, dann durch Blicke oder eine ablehnende Körperhaltung. Diese nonverbale Kommunikation umfasst neben der Körperhaltung und dem Blickkontakt auch die Gestik und Mimik eines Menschen. Auch die Prosodie kann zur nonverbalen Kommunikation gezählt werden, obwohl sie in erster Linie die verbale Kommunikation strukturiert. Durch die Betonung, den Rhythmus und die Intonation der Sprache signalisiert der Sprecher beispielsweise, ob er weiterreden oder jemand anderem das Wort erteilen möchte.

Viele Erfolgsmethoden beschäftigen sich mit den Grundregeln einer erfolgreichen nonverbalen Kommunikation. Wenn gezeigt wird, wie Schneewittchen um ihr Leben bittet, ist die Körpersprache eindeutig und leicht zu verstehen. Im Alltagsleben ist die Deutung der häufig unbewussten Körpersignale nicht so einfach. Patentrezepte gibt es keine, da kulturelle Verhaltensweisen, religiöse Prägungen und soziale Milieus auch die nonverbale Kommunikation beeinflussen. Durch das gezielte Beobachten einzelner nonverbaler Signalquellen wie Augenpartie, Körperhaltung und Hände, lernt ein Mensch schnell die Körpersprache seiner Kommunikationspartner zu lesen und seine eigene Kommunikationsfähigkeit zu verbessern.

Wichtige Grundsätze einer gelungenen nonverbalen Kommunikation:

  • Distanzzonen des Gegenübers einhalten!
  • Angemessenen Kleidungsstil wählen!
  • Blickkontakt suchen und entsprechend halten!
  • Die Gestik kontrolliert einsetzen!
  • Die Mimik beherrschen (ein Lächeln wirkt manchmal Wunder!)
  • Der Körper lügt nie!