Wer war Paul Watzlawick?

Der österreichische Kommunikationswissenschaftler, Philosoph und Psychologe wurde am 25.07.1981 in Villach, Kärnten geboren. Im Jahr 1939 studierte er an der Universität Venedig die Fächer Philologie und Philosophie, wo er ebenfalls promovierte. Im Anschluss daran schloss er 1954 seine Ausbildung im Bereich der Psychotherapie in Zürich als Diplomanalytiker erfolgreich ab.

Drei Jahre später war er an der Universität El Salvador tätig in dem Fach Psychotherapie. 1960 wechselte Watzlawick auf Geheiß des Shizophrenie-Experten Donald Jackson in das Mental Research Institute in Palo Alto, Kalifornien. Dort arbeitete er als Forschungsbeauftragter und Psychotherapeut. Zudem lehrte er ab dem Jahr 1976 an der Stanford University als Professor. Dieser Tätigkeit ging er noch bis ins hohe Alter nach.

Weiterhin ist er Autor der insgesamt elf Werke über die Themen der Psychologie und Kommunikation. Sein erstes Buch „Menschliche Kommunikation“, welches er zusammen mit Don D. Jackson und J. H. Beavin verfasst hatte, erschien 1969 und legte ein Grundmuster von Kommunikations-Strategien dar.
Gestorben ist Watzlawick am 31.03.2007 im Alter von 85 Jahren in Palo Alto. Die genauen Umstände seines Ablebens sind nicht bekannt, aber Nahestehende behaupten, Watzlawick habe an einer schweren Krankheit gelitten.

Watzlawick wollte herausfinden, ob die Kommunikations des Patienten gestört war

Watzlawick wollte herausfinden, ob die Kommunikations des Patienten gestört war

Worin bestand Watzlawicks Hauptarbeit?

Sein Hauptaugenmerk lag auf dem Bereich der menschlichen Kommunikation. Zusammen mit einigen Arbeitskollegen entwickelte er die fünf Grundregeln der menschlichen Kommunikation, auch als die fünf Axiome bekannt. Sein Zitat: „Man kann nicht nicht kommunizieren“ beschreibt seine Regeln wohl am ehesten, denn er sagt, dass der Mensch auch allein durch seine Körpersprache und Mimik kommunizieren und sich dem anderen gegenüber verständlich mitteilen kann.

Er nannte es die „Nonverbale Kommunikation“ und stellte durch seine fünf Axiome unter anderem die Ursachen, Wirkungen und Kommunikationsarten plausibel und nachvollziehbar dar. Mit dieser Ausarbeitung schaffte er neue Therapieansätze im Bereich der Psychologie, die er auch bei seinen Patienten anwandte. Denn Watzlawick ging es bei seiner Arbeit nicht um die Vergangenheit eines Patienten, die aufgearbeitet werden müsse, um den Patienten zu heilen.

Ihm war es viel wichtiger herauszufinden, ob die Möglichkeiten der Kommunikation des Patienten gestört waren oder nicht und im Anschluss daran erarbeitete Watzlawick zusammen mit seinen Patienten an Lösungen, um das Problem zu beheben. Dafür interessierte Watzlawick sich nur für das Hier und Jetzt des zu Behandelnden. Er verstand es als seine Aufgabe, das Leiden eines jeden Patienten zu heilen und stellte die Behauptung auf, die Lösung dafür sei darin begründet, die Suche nach einem Patentrezept für die Heilung aufzugeben und stattdessen für jede Behandlung individuelle Lösungsansätze anzuwenden.