Der Koreakrieg wurde zwischen Nord- und Südkorea geführt. Beide Teile beanspruchten die rechtmäßige Regierung über das gesamte Land. Nordkorea wurde von der Volksrepublik China und der Sowjetunion unterstützt, Südkorea dagegen von den Vereinten Nationen (UN) und insbesondere von den USA. Der Koreakrieg begann am 25. Juni 1950 und endete am 27. Juli 1953.

Vorgeschichte

Korea wurde 1910 von Japan annektiert. Während des Zweiten Weltkrieges kam es parallel zum europäischen Kampfgeschehen zu militärischen Auseinandersetzungen im Pazifik, aber im August 1945 zwangen die USA Japan mit den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki zur Kapitulation. Danach übernahmen die USA den südlichen Teil Koreas unterhalb des 38. Breitengrades. Der nördliche Teil ging an die Sowjetunion.

Zwar beschlossen der amerikanische Präsident Roosevelt, der britische Premier Churchill und der sowjetische Staatschef Stalin bereits im Februar 1945 auf der Konferenz von Jalta, dass Korea ein unabhängiger und vereinter Staat bleiben sollte. Doch der Kalte Krieg verfestigte die Grenze zwischen dem sowjetisch besetzten Norden und dem amerikanisch besetzten Süden. Auch Truman spielte eine Rolle.

Kriegsverlauf

  • 25. Juni 1950: Die nordkoreanische Armee marschiert in Südkorea ein. Die amerikanische Botschaft in Südkorea bittet den damaligen US-Präsidenten Harry S. Truman um Unterstützung.
  • 26. Juni bis September 1950: Die UN entsendet Truppen nach Südkorea. Nordkorea erobert die südkoreanische Hauptstadt Seoul und rückt weiter nach Süden vor.
  • 25. September 1950: Die Amerikaner erobern Seoul zurück. Südkoreanische Truppen dringen nach Nordkorea vor.
  • Oktober 1950: Die Volksrepublik China und die Sowjetunion entsenden Militäreinheiten nach Nordkorea.
  • 26. November bis 13. Dezember 1950: Schlacht um das nordkoreanische Chosin-Reservoir.
  • Januar 1951: Nordkorea und China beginnen eine Offensive und nehmen Seoul erneut ein.
  • März 1951: UN-Truppen dringen wieder nach Norden vor. Der Koreakrieg mündet in einem Stellungskrieg
  • Mai 1951: Beginn von (vorerst erfolglosen) Waffenstillstandsverhandlungen zwischen der Sowjetunion und den USA.
  • 13. September bis 15. Oktober 1951: Schlacht von Heartbreak Ridge. Alle Kriegsparteien erleiden hohe Verluste, keine Partei erringt strategische Vorteile.
  • 27. Juli 1953: Die UN und Nordkorea unterzeichnen einen Waffenstillstand und bestätigen den 38. Breitengrad als Grenze zwischen Nord- und Südkorea.

Kriegsfolgen

Der Koreakrieg hat die Teilung des Landes gefestigt. Die Auseinandersetzungen zwischen Nord- und Südkorea konnten bis heute nicht beigelegt werden. Weiterhin verschärfte der Koreakrieg die Spaltung der Welt in kommunistische und kapitalistische Staaten: Nordkorea, die Volksrepublik China und die Sowjetunion auf der einen Seite und Südkorea, die UN und die USA auf der anderen Seite.