Die Volksrepublik China spielte im Koreakrieg eine entscheidende Rolle. Kurz vor Beginn des „vergessenen Krieges“ rief Mao Tse-tung am 1. Oktober 1949 vor dem Tor des himmlischen Friedens die Volksrepublik China aus. Nach dem chinesischen Bürgerkrieg befand sich das Land in einer wirtschaftlichen Krise.

Die Teilung Koreas geht zurück auf die sowjetische Besatzung des nördlichen sowie die amerikanische Besatzung des südlichen Teils des Landes. Obwohl auf der Konferenz von Jalta durch Churchill, Truman und Stalin beschlossen wurde, dass Korea ein eigenständiger Staat mit selbst gewählter Führung werden sollte und die Besatzungszonen nur eine temporäre Lösung darstellen, hielten sich die USA und Sowjetunion während des Kalten Krieges nicht mehr an diese Beschlüsse.

Der Koreakrieg (1950-1953)

Der Koreakrieg wurde geführt zwischen der Volksrepublik Korea (Nordkorea) und der Volksrepublik China auf der einen Seite sowie der Republik Korea (Südkorea) mit den UN, insbesondere den USA, auf der anderen Seite.

Am 25. Juni 1950 überschritten die kommunistischen nordkoreanischen Truppen den 38. Breitengrad, fielen in Südkorea ein und besetzten fast das gesamte Land. Unter Führung des Generals MacArthur gelang es den UN-Truppen, die nordkoreanischen Streitkräfte zurückzudrängen. Schließlich erreichten die UN-Soldaten den nordkoreanisch-chinesischen Grenzfluss Yalu. Dort nahm der Koreakrieg eine überraschende Wendung, bei der die Volksrepublik China maßgebend war.

Der Koreakrieg war für die Volksrepublik China ein Stellvertreterkrieg.

Der Koreakrieg war für die Volksrepublik China ein Stellvertreterkrieg.

Die Beteiligung der Volksrepublik China am Koreakrieg

Während die US-Truppen am 40. Breitengrad in Nordkorea verweilten und mit den subpolaren Klimaverhältnissen kämpften, schlich sich eine 400.000 bis 500.000 Mann starke chinesische Freiwilligenarmee auf der Gegenseite heran. Sie zwang die amerikanischen Soldaten zum Rückzug, der aufgrund der extremen Wetterbedingungen viele Opfer forderte. Am 38. Breitengrad entwickelte sich ein Stellungskrieg.

MacArthur forderte Truman auf, den Krieg auf die Volksrepublik China auszuweiten und Atombomben auf chinesische Städte zu werfen. Daraufhin entließ Truman den General, denn er wollte unter keinen Umständen einen Dritten Weltkrieg provozieren. Nach den hohen Opferzahlen, die die letzte Schlacht im Oktober 1951 auf beiden Seiten brachte, kam es zu Waffenstillstandsverhandlungen.

Am 27. Juli 1953 vereinbarten die UN und Nordkorea schließlich einen Waffenstillstand und erkannten den 38. Breitengrad als Grenze zwischen Nord- und Südkorea an. Für Korea bewirkte der Krieg eine Intensivierung der Teilung des Landes. Bis heute gibt es keinen Friedensvertrag zwischen Nord- und Südkorea.

Der Stellvertreterkrieg der Volksrepublik China, der dem Land Prestige innerhalb des kommunistischen Blockes schaffen und die Verbindung zu Stalin stärken sollte, führte dazu, dass Mao Tse-tung mithilfe der Sowjetunion seine Streitkräfte aufrüsten und am Ende des Koreakrieges die drittgrößte Luftwaffe der Welt aufweisen konnte.

Das Ziel Maos einer eigenen Rüstungsindustrie war erreicht. Die Volksrepublik China zahlte bis 1964 die großzügigen Kredite der Sowjetunion zurück.

Die Beziehungen der beiden Länder haben sich bis heute zunehmend verschlechtert.