Je nach Sortiment und geführten Artikeln sieht ein das Lager im groß- und Einzelhandel ganz unterschiedlich aus. Die Gründe dafür sind vielfältig: Dies beginnt bei der umgeschlagenen Artikelanzahl, geht über die verschiedenen Verpackungsformen bis hin zu den einzelnen Gefährdungsstufen.

Lager

Je nach Sortiment und geführten Artikeln sieht ein das Lager im groß- und Einzelhandel ganz unterschiedlich aus.

So wird ein Lager für explosionsgefährdete oder feuergefährliche Stoffe anders aussehen als beispielsweise ein Rohkaffee-Lager Deshalb sind auch die Stellenangebote ganz unterschiedlich: Mal ist das händische Kommissionieren von Waren gefragt, ein anderes Mal werden ausschließlich ganze Paletten per Gabelstapler bewegt. Die perfekte Logistik im Lager sorgt dafür, dass die Waren bei den Endkunden rechtzeitig und in der bestellten Stückzahl zur Verfügung gestellt werden. Meist wird die Lagerhaltung durch eine SAP Software gesteuert – weshalb Kenntnisse in der Bedienung von Computern oder Scannern nicht schaden können. Werfen Sie mit uns einen Blick auf verschiedene, gängige Lagertypen:

Das Hochregallager

In diesem Lager werden große Mengen an Artikeln bereitgehalten. Diese werden entweder in standardisierten Boxen oder auf Paletten bereitgestellt. Je nach Konstruktionsprinzip werden entweder die einzelnen Gebinde zum Kommissionierplatz gebracht (Ware zum Mann) oder der Kommissionierer fährt mit einem Personentransportsystem in den einzelnen Gängen direkt zum Stellplatz der Ware (Mann zur Ware). Das Hochregallager wird oftmals mehrere Stockwerke in die Höhe gebaut, so dass erhebliche Anforderungen an die Logistik und die genaue Bestandsführung der Artikel gegeben sind. Die einzelnen Standplätze werden nicht mit Etiketten oder Artikelnummern gekennzeichnet, sondern sind lediglich in der computergestützten Lagerhaltung auffindbar.

Klassische Lagerformen

Die klassischen Lager sehen ähnlich aus wie Privatkunden es von Supermärkten gewohnt sind. Artikel bestimmter Artikelgruppen oder Hersteller werden in räumlicher Nähe platziert, so dass die Wegezeiten der Kommissionierer minimiert werden. Jeder einzelne Lagerplatz ist auch mit dem Barcode bzw. der Beschriftung der Artikel gekennzeichnet. Die in diesem klassischen Lager aufbewahrten Artikel haben im Schnitt weniger Gewicht und Größe, so dass diese problemlos per Hand herausgeholt und zur Bestellung hinzugefügt werden können. Oftmals werden dort auch Kleinstartikel gelagert, wie Schellen und Rohrverbindungen für den Heizungs- und Sanitärbereich.

Speziallager für Gefahrgut

Die Berufsgenossenschaften und die Gewerbeaufsicht achten darauf, dass bei Chemikalien und anderen Gefahrstoffen spezielle Vorkehrungen getroffen werden. Dazu gehören andere Regelungen für mehr Brandschutz ebenso wie der Grundwasserschutz durch eine Bodenwanne oder ähnliche Vorkehrungen. Bei den meisten Unternehmen gibt es dann im Artikelstammsatz eine Variable, die das Vorhandensein von Gefahrgut anzeigt. Damit kann der Lagerist beim Wareneingang gleich die richtige Entscheidung treffen, in welchem Lager die Artikel aufbewahrt werden sollen.