Lakonien ist die Bezeichnung einer Region in der Peleponnes und existiert bereits seit dem Antiken Griechenland. Es gibt viele Geschichten um die Gegend, weil sie die Heimat des Volkes der Spartaner war.

Über die Gegend

Betrachtet man die Karte Griechenlands, erstreckt sich Lakonien zwischen den beiden mittleren Finger-ähnlichen Landzungen im Süden. Im Antiken Griechenland teilte sich die Gegend in vier unterschiedliche Präfekturen auf, nämlich Epidavros Limiras, Gythio, Itylo und Lakedemon. In Letzter lag auch die Haupstadt von Lakonien – Sparta. Darum wurden die Spartaner auch oft als Lakonier oder Lakedemonier in Geschichten bezeichnet.
War es im Antiken Griechenland noch eine eigene Staatsgewalt (weil Griechenland sich aus vielen kleinen Staaten zusammensetzte), wurde Lakonien im Laufe der Zeit immer wieder in seiner Landesaufteilung und Regierungsform umstrukturiert. Seit 2010 ist es ein Regionalbezirk und untersteht der Peleponnes.

Lakonische Menschen

Lakonien war die Heimat des Kriegervolkes der Spartaner.

Lakonien war die Heimat des Kriegervolkes der Spartaner.

Der Lebensstil und das Wesen der Spartaner im Antiken Griechenland unterschieden sich von den anderen Staaten und prägten den Begriff „lakonisch“. Dieser Begriff umschreibt eine schlichte, knappe Ausdrucksweise, die auf komplizierte Satzbauten oder Stilmittel verzichtet. Im Antiken Griechenland, wo die Rede- und Schreibkunst unter anderem in der Philosophie, Dichtung und Prosa als höchstes Gut galt, wirkten die Spartaner fehl am Platz. Denn wer in Lakonien geboren wurde, der lebte nicht für die geistigen Künste sondern für den Kampf. Bereits kleine Kinder wurden zu Kriegern ausgebildet, statt sich mit Mathe oder Philosophie zu beschäftigen. Das schlug sich auch auf ihren Stil beim Berichten nieder. Statt in (für das Antike Griechenland typische) Gesänge über epische Reisen zu verfallen oder erlebte Schlachten stilistisch zu extrapolieren, beschränkten sich Lakonier auf das Wesentliche: Wer, was, wann, wo und wie. Ihre Berichte erinnern deshalb oft mehr an Telegraphie, weil sie kurz und präzise gewesen sind. Heutzutage würde man diese Ausdrucksweise vermutlich eher als lapidar oder wortkarg bezeichnen, aber aus Sicht der Spartaner war es eine unnötige Verschwendung von Zeit und Energie, übermäßig lange Texte zu schreiben oder Reden abzuhalten. Aus diesem Grund werden nach dem Vorbild des Antiken Griechenlands auch heute noch Menschen, die sich beim übermitteln von Informationen nur auf das Nötigste beschränken, gelegentlich als „lakonisch“ bezeichnet.