<strong>Das Pronomen ist eine flektierbare Wortart</strong>

Pronomen gehören zu den flektierbaren Wortarten. Das bedeutet, dass man sie beugen kann. Ein Nomen ist zum Beispiel „die Blume“. Sie kann gebeugt werden in „der Blume, die Blumen…“. Anders ist es bei den nicht flektierbare Wortarten, wie zum Beispiel den Konjunktionen. Eine Konjuktion wie „und“ verbindet Sätze oder Satzteile, aber sie wir nicht verändert.

<strong>Das Pronomen ersetzt das Nomen im Satz</strong>

Ein Nomen ist ein Wort, das abstrakte Dinge wie „die Zeit“, Lebewesen wie Menschen, Tiere und Pflanzen und Gegenstände bezeichnet. Im Satz: „Der Hahn kräht auf dem Hof“ ist „Hahn“ das Nomen. Es kann durch „Er“ ersetzt werden. Man verwendet Pronomen, um häufige Wortwiederholungen zu vermeiden, oder um dem Gesagten eine Konnotation, einen Bedeutungsinhalt, mitzugeben: “Der kräht auf dem Hof“. Das Pronomen „der“ wirkt in seiner Verwendung nicht mehr ganz so neutral wie das vorher verwendete „er“. Pronomen ersetzen aber nicht nur Nomen. Sie können auch für ganze Wortgruppen stehen, in denen ein Nomen dominant ist. Die Wortgruppe „das schöne klassizistische Haus“ kann durch das Pronomen „es“ ersetzt werden.

<strong>Die verschiedenen Pronomina</strong>

Es gibt sieben unterschiedliche Formen der Pronomen:
<ul>
<li>das Personalpronomen</li>

<li>das Demonstrativpronomen</li>

<li>das Possessivpronomen</li>

<li>das Interrogativpronomen</li>

<li>das Relativpronomen</li>

<li>das Reflexivpronomen</li>

<li>und das Indefinitpronomen.</li>
</ul>
Allen Formen begegnet man recht häufig. Das Personalpronomen vertritt ein Nomen, das eine Person oder ein Ding beschreibt. Zum Beispiel „der Mann“ wird „er“ oder aus „das Frühstücksei“ wird „es“. Das Pronomen „es“ kann auch für unpersönliche Aussagen wie: „Es ist noch früh“ stehen. Ein Demonstrativpronomen wie „dieser“ oder „jener“ verweist direkt auf etwas, oder hebt eine Sache besonders hervor. In dem Satz: „Dieser Mann hat den Koffer gestohlen“ hat man fast den Zeigefinger vor Augen, der auf jenen Mann weist. Possessivpronomen verweisen auch auf etwas. Sie verdeutlichen den Besitz oder die Zugehörigkeit eines Nomens wie in diesem Beispiel: „Mein Hund mag keine Wurst“.

Die Interrogativpronomen sind Pronomen, die für Fragen verwendet werden. Man kennt die fünf „W“ für einen Anruf bei der Feuerwehr: „Wer, wie, was, wo, wann“.

Für die Einleitung eines Nebensatzes werden Relativpronomen verwendet. Daher kommt auch die Bezeichnung „Relativsatz“ für diese Art von Nebensatz. Zu dieser Wortart gehören „der, die, das, welcher, welche, welches“ und „wer, was“.

Ein Reflexivpronomen wird verwendet, um einen Rückbezug auf das Nomen zu beschreiben, wenn es Subjekt des Satzes ist. In dem Satz: „Ich kämme mich.“ wird so eine Wortart benutzt. Bis auf die dritte Person, in der „sich“ verwendet wird, benutzt man die Formen des Personalpronomens.

Sehr häufig wird das unbestimmte Indefinitpronomen benutzt. Wörter wie „man“, „einer“, „jemand“ und „welche“ gehören dazu.