Um einen Relativsatz einzuleiten benötigt man die Relativpronomen. Diese ersetzen dann in dem Nebensatz das Subjekt und werden je nach vorausgehendem Nomen konjugiert und angepasst. Der Kasus des zu benutzenden Relativpronomens richtet sich jedoch nach dem Aufbau des Relativsatzes.

Relativpronomen

Um einen Relativsatz einzuleiten benötigt man die Relativpronomen.

Da Relativsätze zu den Rechtsattributen zählen, stehen diese hinter dem Subjekt, auf dass sie sich beziehen. In der deutschen Sprache gibt es insgesamt 6 Relativpronomen, welche man in 2 Gruppen unterteilen kann. Die erste Gruppe ist ähnlich der deutschen Artikel: der, die und das. Diese drei Wörter werden je nach Bezugswort passen flektiert und ändern somit ihre Form. Befindet sich ein maskulines Nomen im Dativ, so müsste es statt ‚der‘, ‚dem‘ lauten. Die Regeln der Konjugation gelten für alle Relativpronomen. Die zweite Gruppe setzt sich zusammen aus welcher, welche, welches. Diese Pronomen finden vor allem Einsatz, wenn nach ihnen im Relativsatz ein bestimmter Artikel folgt.

In der gesprochenen deutschen Sprache werden sie jedoch seltener verwendet, und sind öfters in der Schriftsprache anzutreffen. Da sie als stilistische unschöner gelten, werden sie auch grundsätzlich weniger benutzt. Früher fand neben den existierenden Pronomen auch die Nota relationis ‚so‘ Verwendung, welche jedoch heute eher selten anzutreffen ist. Im Sprachgebrauch ist auch das Wort ‚wo‘ oder ‚was‘ als Relativpronomen anzutreffen, wobei dies zu einer eher nachlässigeren Sprache gehört. ‚Was‘ als Relativpronomen kann dennoch auch verwendet werden, um sich auf einen ganzen Satz zu beziehen, anstatt ein einzelnes Subjekt. Wird ein Relativpronomen als eine Ergänzung zu einer Präposition verwendet, wird ‚wo‘ plus diese Präposition als einleitende Konjunktion für den Relativsatz benutzt. Relativpronomen müssen sich nicht zwingend auf ein Bezugswort in der Form eines Nomens beziehen; auch verwendet werden sie für die Ersetzung von Demonstrativ- oder Indefinitpronomen. In diesem Falle steht das Pronomen wieder für einen ganzen Satz. Auch als Substitution für einen substantivierten Superlativ finden sie Gebrauch.

In der englischen Sprache unterscheidet man im Gegensatz zur deutschen, ob ein Relativpronomen überhaupt benötigt wird oder es weggelassen werden kann, ohne dass sich der Sinn des Satzes ändert. Solche Nebensätze bezeichnet man als notwendige oder nicht notwendige Relativsätze. Im Kontrast zu Deutsch muss man in der englischen Sprache die vorgegebenen Pronomen nicht konjugieren, was den Gebrauch deutlich vereinfacht.