Für Analphabeten ist es in ihren Augen wahnsinnig schwer Lesekompetenz zu erwerben, doch wieso? Es gibt heutzutage mehr Analphabeten als man vielleicht glaubt. Menschen, die nicht lesen können, kommen sich selbst dumm vor, es ist ihnen peinlich und sie schämen sich für ihre Schwäche. Dabei gibt es viele Menschen, die mit ihnen fühlen, weil sie selbst nicht lesen können. Doch wer nicht lesen kann, der ist nicht gleichzeitig auch dumm!

Wie viele Betroffene gibt es?

Geht man nach einer Studie des Bundesverbandes für Alphabetisierung und Grundbildung, so sind 7,5 Millionen erwachsene Menschen in Deutschland nicht in der Lage richtig zu lesen und zu schreiben. Davon sind 60,3 Prozent Männer und 39,7 % Frauen. Doch das ist nur die Spitze des Eisberges. Weltweit gibt es zirka 862.000.000 Menschen ohne Lesekompetenz! Doch Analphabeten kann geholfen werden!

Auswirkungen von Analphabetismus

Nicht nur, dass sich Menschen ohne Lesekompetenz schon so selbst für dumm halten und sich schämen, nein, sie haben logischerweise auch bedeutend weniger Chancen auf dem Arbeitsmarkt! Viele Analphabeten sind arbeitslos aufgrund ihrer fehlenden Lesekompetenz. Selbst im Alltag müssen sie tricksen um zurecht zu kommen. Häufig wissen selbst nahe Familienangehörige nichts vom eigenen Analphabetismus, weil sich die betroffene Person so gut zu behelfen weiß, dass es nicht weiter auffällt. Doch egal, ob im Supermarkt, bei einem Vorstellungsgespräch oder beim Lesen einer Packungsbeilage, Analphabetismus wird für die Betroffenen oft zur Hölle. Und schnell finden sich Ausreden wie: „Lies mir das mal bitte vor, ich finde meine Brille gerade nicht!“.

Wo Betroffene Hilfe finden und Lesekompetenz erlernen können

Lesekompetenz kann auch im fortgeschrittenen Alter erworben werden

Lesekompetenz kann auch im fortgeschrittenen Alter erworben werden

Zur Bekämpfung des Analphabetismus und zum erlenen von Lesekompetenz gibt es mehrere Möglichkeiten. So stehen Analphabeten diverse Einrichtungen zur Verfügung die Hilfsprojekte anbieten um den Nichtlesenden das Lesen und somit den Spaß am Leben näher bringen möchten. Solche Hilfsorganisationen meistens für die Analphabeten kostenlos da sie durch Spenden finanziert werden. Da jedoch vielen der Mut dazu fehlt zu ihrer Lese- und Schreibschwäche zu stehen und diese nicht sofort den Weg zu einer Hilfsorganisation einschlagen, gibt es das sogenannte „ALFA TELEFON“, eine Art Beratungstelefon des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung e. V. Hier können sich Analphabeten zunächst beraten lassen und unter Umständen auch den Mut fassen sich in eine Hilfseinrichtung zu begeben.