Das Wort „Anapher“ leitet sich aus dem griechischen ab. Das Wort bedeutet übertragen sop viel wie „Zurückführen“. Das Stilmittel der Anapher gehört in den Bereich der Wortwiederholungen. Dies ist eine der am häufigsten in der Literatur verwendeten Stilmittel. Die verschiedenen Typen werden anhand der Elemente unterschieden, welche in den syntaktischen oder prosaischen Texten wie oft wiederholt werden.

Die Anapher bezieht sich hierbei auf die Wiederholung eines Wortes oder einer Wortgruppe am Anfang aufeinanderfolgender Verse, Strophen oder auch einfachen Sätzen. Durch dieses Stilelement wird die Strukturierung des Textes verstärkt. Zusätzlich wird der wiederholte Teil hervorgehoben und dessen Bedeutung gestärkt. Einen weitern wichtigen Punkt bildet der Rhythmus. Die Rhytmisierung des Textes wird durch die Verwendung einer Anapher gestärkt und des jeweilige Versmaß, in Gedichten, hervorgehoben und untermauert.

Anapher

Im Bereich der Wortwiederholung steht der Anapher als Gegenstück die Epipher gegenüber.

Die Nutzung dieses Stilmittels spielt besonders in Gedichten eine große Rolle. Hierbei ist die kunstvolle Verwendung besonders bei gereimten Anfängen zu beachten. Da die Anapher einfach zu bilden ist und zu den ältesten rhetorischen und poetischen Stilmittel gehört, wird sie sehr häufig verwandt. Dies wird auch in religiösen Schriften, wie der Bibel, deutlich.

Im Bereich der Wortwiederholung steht der Anapher als Gegenstück die Epipher gegenüber.

Beispiele: Anapher A B C
A C D

Epipher A B C
D E C

Hierbei stehen die Kürzel entweder für einzelne Worte oder auch Wortgruppen. Weiter Stilmittel in dem Bereich der Wortwiederholung sind die Anadiplose und Kyklos. Die Anadiplose verbindet hierbei in gewissem Maße die Anapher und Epipher. Das Element am Ende des ersten Verses wird am Anfang des zweiten direkt wieder aufgenommen und verwendet. Zu dieser Stilmittelart gehört ebenfalls der Kyklos. Hierbei wird das Element am Anfang des ersten Verses und am Ende des zweiten Verses verwendet.

Dieses Stilmittel nehmen auch einen wichtigen Platz innerhalb der Rhetorik ein. Der Parallelismus, unter dem einen parallele Syntax zu verstehen ist, wird durch diese Elemente gefördert. Zusätzliche Wiederholungen von Wörter oder Satzteile verstärken oft den Eindruck von Parallelität. Dies wird häufig in politischen Reden ausgenutzt und diese werden durch die Parallelismen einprägsamer, deutlicher und rhythmischer. Grundlegend wird innerhalb des Parallelismus zwischen synonymem, synthetischem, antithetischem Parallelismen unterschieden.