Eine Metapher ist ein bildlicher Ausdruck und ein rhetorisches Mittel bei dem die übertragene Bedeutung eines Wortes und nicht seine wörtliche Bedeutung die zentrale Rolle in einer Aussage spielt. Dennoch besteht eine nachzuvollziehende Ähnlichkeit zwischen der übertragenden Bedeutung und der wörtlichen Bedeutung des Ausdrucks.

Metapher

Eine Metapher ist ein bildlicher Ausdruck und ein rhetorisches Mittel.

Funktionen einer Metapher

Eine Metapher wird oft verwendet um einen Ausdruck verschleiert darzustellen. Somit wirkt der Sprecher als besonders wortgewandt und kann durch seine Redekunst seine Zuhörer durch die geeignete Wahl von Metaphern faszinieren oder manipulieren. So kann durch diesen bildlichen Ausdruck ein Sachverhalt beschönigt oder abgewertet werden.

Bespiele für Metaphern

Oft werden Ausdrücke aus dem Sport in die Politik oder in andere Bereiche übertragen. So kann der aus dem Fußball stammende Ausdruck „ein Eigentor schießen“ in die Politik übertragen werden, wenn eine Partei sich durch eine nicht überdachte oder riskante Tätigkeit oder Aussage selber schadet. „Die SPD hat mit der Verpflichtung von Peer Steinbrück als Kanzlerkandidat ein Eigentor geschossen, sagte ein Sprecher der FDP“. Auch der Ausdruck „jemanden eine gelbe Karte zeigen“, der eigentlich im Fußball dafür benutzt wird, um ausdrücken, dass ein Schiedsrichter einen Spieler, der ein Foul oder eine andere unfaire Geste begangen hat mit einer gelben Karte bestraft, kann im Bereich der Politik umgesetzt werden. „Die Bundeskanzlerin zeigte ihrem Minister die gelbe Karte. Der Bundesinnenminister darf dennoch im Amt bleiben!“ Dieser Ausdruck zeigt, dass der Bundesinnenminister zwar verwarnt wurde, aber seine Tätigkeit dennoch weiterhin ausführen darf.

Andere Beispiele für eine Metapher ist der Ausdruck „Wüstenschiff“ für das Säugetier Kamel. Da Kamele in der Wüste leben und unter bestimmten Lichtreflektionen aufgrund ihrer Gangart wie ein Schiff aussehen, dass durch die heiße Wüste segelt, werden sie so bezeichnet. Fußballspieler, die durch die Benutzung ihrer Hand ein eigentlich irreguläres Tor erzielen, das dennoch zählt, da der Schiedsrichter die Benutzung des Armes oder der Hand nicht gesehen hat bezeichnen ihre Hand oft mit der Hilfe dieser Metapher als „Die Hand Gottes“. Der erste Fußballer, der diese Aussage offiziell tätigte war der Fußballer Diego Maradona bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1986, der das Eingreifen von Gott dafür verantwortlich machte, dass der Treffer zählte. Im übertragenen Sinne ist dieses Tor also durch Gott bzw. die unsichtbare Hand Gottes entstanden.