Wohl jeder Berufstätige träumt von der großen Karriere. Doch sie beginnt meist mit einer Bewerbung für den geeigneten Arbeitsplatz. Ein solches Schriftstück kann aber nicht nur die Chancen erhöhen, sondern sie auch gänzlich zunichtemachen. Wichtig ist daher der Inhalt dessen. Weniger ist dabei mehr. Ausgeschmückte Texte sind nicht erforderlich, vielmehr sollten die Fakten der bisherigen Karriere genannt werden. Diese dürfen allerdings ein wenig geschönt sein, um interessanter zu klingen.

Doch wo ist der Unterschied zwischen einer handfesten Lüge und einer eigenen Interpretation des tatsächlichen Geschehens? Wer wirklich eine Karriere anstrebt, sollte keinerlei nachprüfbare Unwahrheiten in der Bewerbung nennen. Sie fliegen ohnehin früher oder später auf. Selbst wenn sie nicht allzu gravierend sein sollten, so sorgen sie doch für den ersten Vertrauensbruch. Wichtig ist es daher, das Stilmittel der Lüge gänzlich abzulegen und stattdessen zu versuchen, die Wahrheit etwas besser klingen zu lassen.

Insbesondere gelingt das, wenn auf Lücken in der bisherigen Karriere wohlwollend eingegangen wird. Urlaubsfahrten können als Bildungsreisen deklariert werden, abendliche Treffen mit Kollegen dürften ebenso als Seminar durchgehen. Für den Chef ist das meist nicht nachprüfbar und es klingt für die künftige Karriere doch deutlich besser, wenn der Arbeitssuchende vorgibt, er habe sich in seiner Freizeit schon selbst weitergebildet und für die Firma erhebliche Kompetenzen erworben.

Apropos Firma, es ist in der Bewerbung unstatthaft, sich selbst in den Vordergrund zu rücken. Denn eine gelungene Karriere schafft nur, wer vom Arbeitgeber dazu die Möglichkeit erhält. Es ist somit zu vermeiden, in dem Anschreiben vermehrt von sich selbst zu sprechen. Besser dagegen wäre es, der Firma den Nutzen aufzuzeigen, den sie von diesem Bewerber erwarten darf. Aber auch dabei dürfen die persönlichen Angaben gerne etwas verbessert dargestellt werden.

Der persönliche wie berufliche Lebensweg ist bei der Bewerbung für die Karriere aber möglichst lückenlos anzugeben. Die Kompetenzen müssen klar erkennbar sein. Jegliche Form der Weiterbildung ist dabei zu nennen. Selbst wenn sie noch so gering erscheint. Denn oft sind es die kleinen Details, die einem Bewerber den Vorzug geben, einen anderen aber erfolglos zurücklassen. Der Grat einer gelungenen Bewerbung kann daher schmal sein, sollte aber mit etwas Kreativität keinerlei Hürde darstellen.