Ursprünglich unter dem Begriff Eugenik bekannt, im Deutschen, vor allem während des Nationalsozialismus, verwendet als Rassenhygiene. Dies ist ein aus dem Sozialdarwinismus geprägter Begriff für die Auslese der besten Gene, die zu einer im Nationalsozialismus einheitlichen arischen Rasse führen sollte.

Der Sozialdarwinismus entstand aus Darwins Theorie „Survival of the Fittest“. Er hatte eine Ansicht, wie man die Menschen selektieren könnte , um eine reine, fitte Masse zu erhalten. Diese Theorie wurde auf die Gesellschaft im Nationalsozialismus angewandt und hieß fortan Rassenhygiene. Eine Befürworterin der Rassenhygiene sagt, dass man diese als neuartige Erscheinung ansehen muss und nicht zwingend aus dem Sozialdarwinismus ableiten sollte.

Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg wuchs in Deutschland mit den Jahren der Gedanke heran, dass man sich von den schwachen Menschen trennen müsste und nur die Gesunden, Jungen und Starken braucht. So kam es, dass Kinder von Jüdinnen in der Zeit des Nationalsozialismus ohne Angaben von Gründen abgetrieben werden durften, wiederum die als arisch und wertvoll bezeichneten Frauen für eine Solche ins Gefängnis wandern konnten. Die „wertvollen“ Mütter wurden auch mit den nötigen Mitteln versorgt, um die Kinder auf die Welt bringen und ernähren zu können.

Diese Idee fand umso fruchtbareren Boden mit der Machtergreifung Hitlers und dem entstehenden Nationalsozialismus. Dieser war an Qualität und Quantität der Bevölkerung sehr stark interessiert. Zuerst sollte dafür gesorgt werden, dass mehr „arischer“ und „erbgesunder“ Nachwuchs zur Welt kam, zugleich dann mit Hilfe von Sterilisation und anderen Maßnahmen die Vermehrung der nicht arischen und damit als erbkrank deklarierten Menschen gestoppt werden. Die Theorien, dass Juden als besonders geisteskrank gelten oder Kranke in Verbindung mit Mördern den gleichen Stellenwert erreichten, kamen auf.

Nationalsozialismus

Hitler nahm die Rassenhygiene im Nationalsozialismus so auf, dass Juden vernichtet werden sollten, um neuen Lebensraum zu schaffen.

Hitler nahm die Rassenhygiene im Nationalsozialismus so auf, dass Juden vernichtet werden sollten, um neuen Lebensraum zu schaffen. Juden sah Hitler als eine Bedrohung der arischen Rasse an. Jedoch kann man annehmen, dass in diesem Fall eher Antisemitismus und Rassismus den besser klingenden Obernamen „Rassenhygiene“ bekamen. Auch Osteuropäer, Menschen mit dunkler Hautfarbe und Araber gehörten zu der Rasse der Fremdartigen. Ehen mit Solchen waren verboten, die Kinder konnten auch ohne Angabe von Gründen abgetrieben werden. Die meisten der Fremdrassigen, Juden inbegriffen, wurden in sogenannte Arbeitslager, eher bekannt als Konzentrationslager, gebracht und dort umgebracht.