Der Akkusativ gehört wie Nominativ, Genitiv und Dativ zu den deutschen Fällen und bildet den 4. Kasus. Er wird auch als „Wen-Fall“ bezeichnet, da er durch die „Wen oder Was“-Frage im Satz erkannt wird.

Beispiel:

„Ich sehe den netten Mann von gegenüber.“ ? Wen oder Was sehe ich? => „den netten Mann“

 

Akkusativ

Der Akkusativ ist einfach zu bilden, denn er gleicht in Femininum, Neutrum und Plural dem Nominativ.

Der Akkusativ ist einfach zu bilden, denn er gleicht in Femininum, Neutrum und Plural dem Nominativ. Nur das Maskulinum muss besonders gebildet werden. Die meisten maskulinen Nomen und Adjektive tragen dabei die Endung -n oder -en.

Beispiele:

Junge ? den Jungen => Ich kenne den Jungen gut.
Journalist ? den Journalisten => Ich mag diesen Journalisten.

Das Maskulinum:

den netten Mann, einen netten Mann
den hungrigen Hund, einen hungrigen Hund
den verliebten Jungen, einen verliebten Jungen

Die anderen sehen folgendermaßen aus:

das nette Kind ? Das nette Kind spielt. (Nom.) // Ich mag das nette Kind. (Akk.)
die nette Frau
die netten Leute

Meistens wird er als direktes Objekt eines Satzes verwendet, er beschreibt also dasjenige Objekte, um das es geht. Es wird auch als Akkusativobjekt bezeichnet.

„Ich gebe ihm einen Apfel.“ ? Wen oder Was gebe ich? => einen Apfel

Auch bei bestimmten Wendungen, wie „Guten Morgen!“ oder „Ich bin erfreut, Sie kennen zu lernen!“, greift man zum 4. Fall.

Nach bestimmten Verben (kennen, nennen, schelten, schmähen, heißen) und Präpositionen (gegen, um, versus, kontra/pro, durch, via, bis, ohne, wider, entlang, per, für, betreffend, je) wird im Deutschen der Akkusativ gebraucht.

Weiter gibt es bestimmte Adjektive, die ein Akkusativobjekt verlangen. Dies sind all jene Adjektive, die vor sich ein jemand bzw. etwas haben: jemandem/etwas leid sein, jemandem/etwas wert sein.

Schwierigkeiten im Akkusativ bestehen vor allem in seiner genauen Abgrenzung zum Dativ (Wem-Fall), der das indirekte Objekt eines Satzes bildet. Einfach zu merken ist beispielsweise, dass der 3.Fall das WO angibt (Beispiel: Ich spiele im Haus) und der 4. Fall das WOHIN (Beispiel: Ich gehe in den Park.) Der Adverbialakkusativ gibt auch die Zeitdauer (den ganzen Tag) an. Im Gegensatz zum Akkusativ bildet der Dativ das Objekt, mit dem etwas gemacht wird oder anders ausgedrückt, dass nur der indirekte Adressat einer Handlung ist.

Um sich den Akkusativ besser merken zu können, folgt nun eine Auswahl von zwei Sinnsprüchen:

1) „Akku sah tief unten das Wasser.“ ? Wen oder Was sah Akku tief unten? => das Wasser
2) „Wenn der Akku leer ist wechseln wir ihn aus.“