Studieren erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit bei Schulabgängern. Die Zahl der Studienanfänger befindet sich auch nach dem Rekordjahr von 2011, in dem sich über 518000 Studienanfänger eingeschrieben haben, immer noch auf dem Zenit. Genauso bunt wie die deutsche Schullandschaft gestalten sich hierbei auch die Möglichkeiten nach der Schulzeit. Wer sich heute für zum Studieren entscheidet steht vor der Wahl: Soll ich den traditionellen Weg eines Hochschulstdiums gehen oder doch lieber ein Fernstudium beginnen? Auch ein duales Studium steht bei vielen Abiturienten hoch im Kurs. Jede dieser Wahlmöglichkeiten hat seine Vorzüge.

Die klassische Variante: Das Universitätsstudium

Das Lieblingsfach in der Schule einfach nochmal vertiefen. Das ist an einer Universität möglich. Sie bieten einen tiefen theoretischen Einblick in verschiedenste Studienfächer. Hier werden Forscher und Wissenschaftler ausgebildet. Ein Universitätsstudium ist oft der Start einer großen Karriere, denn viele Führungspositionen werden mit Akademikern besetzt und oftmals wird ein Doktortitel oder ein akademischer Grad benötigt, um an gewisse Positionen zu gelangen. Viele Universitätsabsolventen bezeichnen das Studium als eine der schönsten Zeiten in ihrem Leben. Freiheit und Unabhänigkeit, ein Teil der studentischen Community zu sein, im Wohnheim leben und sein Leben zum ersten Mal selbst gestalten sind unbestreitbare Vorzüge.

Studieren kann jedoch auch sehr teuer sein und am Ende steht oftmals nochmal eine Zeit finanzieller Entbehrlichkeiten, beispielsweise im Referendariat oder Volontariat. Ein Studium bietet jedoch auch die Möglichkeit durch Praktika Einblicke in verschiedene Berufe zu bekommen. Die Freiheit während des Studiums erfordert aber auch ein hohes Maß an Disziplin, um nicht als „ewiger Student“ zu Enden. Im Vergleich zum dualen Studium ist hier auch kein klares Berufsbild vorgegeben, was neben dem fehlenden Praxisbezug zu Schwierigkeiten beim Berufsstart führen kann.

Das Fernstudium – Möglichkeit der Weiterbildung

Das Fernstudium bietet noch größere Freiheiten im Bezug auf Zeiteinteilung und Kursauswahl, da die Kurse oft online stattfinden. Im Gegensatz zum herkömmlichen Studium besteht eine größere Flexibilität des Wohnortes. Das bietet auch Menschen, die bereits einen Beruf ausüben die Möglichkeit noch einmal zu studieren. Ein Bonus: Das Fernstudium kann sogar ohne Abitur bestritten werden. Allerdings sind die Kosten hier im Durchschnitt höher, da das Fernstudium vom privaten Anbieter oft teurer ist, als das Studium an einer staatlichen Hochschule. Da sich hierfür oftmals bereits Berufstätige entscheiden ist die durchschnittliche Dauer auch höher, als beim herkömmlichen Studium. Ebenso fehlen im Vergleich zur Universität das studentische Sozialleben, da man eben nicht mit anderen Studenten in Vorlesungen, sondern alleine zuhause am Computer sitzt. Auch die Kommunikation mit den Dozenten kann sich hier, beschränkt auf Telefon und E-Mail, deutlich schwerer gestalten.

Der Newcomer: das Duale Studium

Viele Abiturienten entscheiden sich hierfür. Die Vorteile liegen auf der Hand. Keine trockene Universitätstheorie ohne Praxisbezug, sondern bereits zahlreiche Möglichkeiten sich im Betrieb auszuprobieren. Wer sich für ein duales Studium bewirbt hat Beides: Praxis und Theorie. Zusätzlich bringt ein duales Studium bereits ein gewissen Grundeinkommen, was einen finanziellen Vorteil gegenüber herkömmlichen Studenten gewährleistet. Hier können auch erste Kontakte zu Unternehmen geknüpft werden und man hat oft ein klares Berufsziel vor Augen. Mit Glück wird man am Ende sogar von seinem Ausbildungsbetrieb übernommen. Geschieht dies nicht sofort, so hat man dennoch eine gute Ausbildung genossen und hat einen guten Start in der Wirtschaft.

Allerdings ist das „halbe“ Studium sehr geregelt. Freiheiten sind kaum zu finden, da die Inhalte oftmals klar definiert sind. Das bedeutet mindestens genauso viel Arbeit wie an einer Universität und ein größerer Druck in den Prüfungen, denn der Arbeitgeber schaut hier bereits genau hin. Da viele sich für ein duales Studium entscheiden, gibt es auch viele Menschen mit einem Bachelorabschluss. Davon kann man sich nur mit einem normalen Studium abheben. Konsequenterweise sind mit einem Master, Diplom oder Examen auch die Ausftiegs- und Verdientsmöglichkeiten besser.

Fazit

Egal für welches Studium man sich entscheidet. Studieren liegt im Trend und da es immer mehr Gymnasiasten gibt ist ein Studium auch eine Möglichkeit sich durch eine höhere fachliche Qualifikation abzusetzen und auf der Karriereleiter ein paar Sprossen höher zu kommen. Allerdings muss man bedenken: Studieren heißt auch, mindestens drei, oftmals sogar sechs bis acht Jahre länger in der Ausbildung zu sein, während die Anderen in dieser Zeit schon Geld verdienen. Oftmals ist dieser Einkommensvorsprung nicht einzuholen und es empfiehlt sich auch den Markt nach einer guten Ausbildung zu sondieren.