Was ist das Besondere an der ökologischen Landwirtschaft? Sie zeichnet sich dadurch aus, dass im Einklang mit der Natur gewirtschaftet wird. Die Nachhaltigkeit ist sehr wichtig. Es soll ein stabiles Ökosystem erhalten werden. Das Ergebnis dieses Systems sind geschmacklich überzeugende und qualitativ hochwertige Produkte. Gleichzeitig wird die Umwelt geschont.

Was zeichnet die ökologische Landwirtschaft aber konkret in der Praxis aus? Die Öko-Landwirte halten sich an bestimmte Grundregeln.

Womit wird gedüngt?

Zum einen werden in der ökologischen Landwirtschaft statt leicht löslicher mineralischer Düngemittel Ausscheidungen der Tiere zur Düngung der Anbauflächen verwendet. Denn leider gelangen leicht lösliche mineralische Düngemittel in das Grundwasser und stellen auf diese Weise eine Gesundheitsgefährdung für den Menschen dar. Dasselbe gilt für chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel. Diese sind in der ökologischen Landwirtschaft ebenfalls untersagt. In der konventionellen Landwirtschaft geht es meistens darum, einen maximalen Ertrag zu erwirtschaften. In der ökologischen Landwirtschaft geht es viel mehr um den natürlichen Erhalt der Bodenfruchtbarkeit und Nachhaltigkeit. Das Ackerland soll mit betriebseigenen Mitteln erhalten und gepflegt werden.

Wie werden die Tiere gehalten?

Während in der konventionellen Landwirtschaft Tiere in Massentierhaltung wider ihrer Natur zusammen gepfercht werden, nimmt sich die ökologische Landwirtschaft einer artgerechten Tierhaltung an.

Während in der konventionellen Landwirtschaft Tiere unter den Umständen der Massentierhaltung leiden, nimmt sich die ökologische Landwirtschaft einer artgerechten Tierhaltung an.

Eine weitere Grundregel betrifft die artgerechte Haltung von Tieren. Im Gegensatz zur konventionellen Haltung, wird den Tieren in der ökologischen Landwirtschaft wesentlich mehr Platz zur Verfügung gestellt. So sind z.B. enge Käfige für Legehennen untersagt. Die Tiere sind daher wesentlich gesünder. Dies ist wiederum an der hohen Qualität der spätere Produkte zu merken.

Kommt Gentechnik zum Einsatz?

Des Weiteren wird auf den Einsatz von Gentechnik verzichtet. Doch wieso sollte dies den Verbraucher interessieren? In der konventionellen Landwirtschaft werden seit mehr als 15 Jahren gentechnisch veränderte Pflanzen eingesetzt. Bis heute fehlen aber Langzeituntersuchungen, was für Auswirkungen dies haben könnte. So gibt es Vermutungen, dass durch die Früchte von genetisch veränderten Pflanzen das Krebsrisiko erhöht sein könnte. Möchte man dieses Risiko eingehen? Auf sicherer Aussagen über die Folgen der Gentechnik muss wohl noch gewartet werden.

Wie sieht es mit der Vermarktung aus?

Ein weiterer Fokus wird bei der ökologischen Landwirtschaft auf die regionale Vermarktung gelegt. Auf diese Weise sind die Transportwege nur recht kurz. Dies dient auch dem Umweltschutz. In der konventionellen Landwirtschaft ist es oft der Fall, dass Produkte hunderte Kilometer weit mit Lastern transportiert werden. Dies stellt z.B. eine starke Belastung der Umwelt mit Abgasen dar. Daher erscheint es doch sinnvoll die Äpfel aus der eigenen Region zu kaufen, anstatt die Äpfel erst von einem 600 km entfernten Hof bringen zu lassen.