Was ist ein Projektstrukturplan?

Das Ergebnis einer Unterteilung eines Projekts in plan- und kontrollierbare Elemente nennt man Projektstrukturplan.
Die beiden Kategorien, in die das Projekt unterteilt wird nennt man Teilaufgaben und Arbeitspakete.
Teilaufgaben sind Oberkategorien, beziehungsweise Elemente, die noch weiter unterteilt werden müssen. Arbeitspakete sind so definiert, dass sie nicht mehr weiter unterteilt werden müssen.

Wie wird ein Projektstrukturplan gegliedert?

Vor der Erstellung eines Projektstrukturplans sollte man sich einen Überblick über die einzelnen Teilbereiche des Projekts erstellen.

Für den Projektstrukturplan sollte man sich zunächst einen Überblick über die einzelnen Teilbereiche des Projekts ers.

Bevor der eigentliche Plan erstellt werden kann, werden einmal alle für das Projekt relevanten Tätigkeiten erfasst.

Um alle Tätigkeiten zu erfassen, werden alle Ebenen mit einem einheitlichen Gliederungsprinzip geordnet.
Dabei arbeiten man sich von der obersten Ebene, welches das Projekt selbst ist, schrittweise in die unteren Ebene vor.
Die 3 nach der DIN Norm zugelassenen Gliederungen sind:

Die Funktionsorientierte Gliederung:
Bei dieser Gliederung steht die Art der Tätigkeit, die ausgeführt werden soll im Vordergrund. Sie bezieht sich auf die Funktionsbereiche der Organisation, die das Projekt ausführt.

Die Objektorientierte Gliederung:
Bei dieser Gliederung steht im Gegensatz zur erst genannten das Produkt im Vordergrund.
Es wird in alle Einzelteile, Baugruppen und Komponenten unterteilt.

Die Zeitorientierte Gliederung:
Für die Zeitorientierte Gliederung sind, wie der Name schon sagt, der Ablauf und die verschiedenen Phasen des Projekts wichtig.
Hat man das Projekt unterteilt, bilden die Abläufe und Phasen die Teilaufgaben und Arbeitspakete.

Wie erstellt man einen professionellen Projektstrukturplan?

Bei der Erstellung gibt es im allgemeinen zwei oft genutzte Methoden.

Bei der ersten Methode arbeitet man sich von der obersten Ebene hinunter, bis man nurnoch Arbeitspakete vorliegen hat.
In der Regel ist der erste Arbeitsschritt die Benennung des Projekts, gefolgt von der Auswahl der geeigneten Gliederung für die zweite Ebene.
Danach unterteilt man das Projekt zuerst in Teilprojekte und Teilaufgaben, danach solange weiter, bis man nurnoch Arbeitspakete vorliegen hat.
Der Projektleiter wählt dieses Verfahren häufig, wenn er schon Erfahrungen mit ähnlichen Projekten gesammelt hat, oder ihm die Inhalte des Projekts bekannt sind.

Die Zweite Methode ist das genaue Gegenteil zur ersten, bei ihr fängt man in der untersten Ebene an und setzt alle Tätigkeiten zusammen, bis man das Projekt vorliegen hat.
Man beginnt damit, alle auszuführenden Aufgaben zu sammeln und sie zu analysieren, um sie dann in Gruppen zu ordnen.
Besonders geeignet ist diese Methode bei neuen Projekten.

Es ist auch möglich, beide Methoden zu mischen, um alle Vorteile auszunutzen.

Ein Projektstrukturplan bietet große Vorteile. Man hat das Projekt vollständig erfasst und sich Gewissheit über die Arbeiten beschafft, die erledigt werden müssen und alle Ressourcen, die benötigt werden sind bekannt, was nicht zuletzt ein effektiveres Ressourcenmanagement verspricht.