Ein duales Studium kann nach einer Berufsausbildung oder gleich nach Abitur gestartet werden. Dementsprechend wird zwischen ausbildungsintegrierenden, praxisintegrierenden, berufsintegrierenden und berufsbegleitenden dualen Studiengängen unterschieden. Ganz egal, um welche Art des dualen Studiums es sich handelt, ist ein duales Studium stets eine Kooperation zwischen einer Hochschule, einem Unternehmen und dem jeweiligen Studenten.

Während des Ausbildungsintegrierenden dualen Studiums wird ein Bachelor Studium mit einer Ausbildung oder einem fachschulischen Abschluss kombiniert. Die Studiendauer beträgt in diesem Fall meist 4 Jahre. Bei einem praxisintegrierenden dualen Studium sind Praxisphasen in den Ablauf des Bachelor Studiums integriert. Diese Praxisphasen werden von dem teilnehmenden Unternehmen gut auf die Studieninhalte abgestimmt. Praxisphasen treten in Form von Teilzeitarbeit oder längeren Phasen der Vollzeitarbeit während der jeweiligen Blöcke auf.

Berufsintegrierende Studiengänge können hingegen erst nach dem Erwerb einer Berufsausbildung beginnen, Hochschulreife oder Fachhochschulreife sind in diesem Fall nicht notwenig. Diese Form des Studiums wird mit Teilzeittätigkeit im Unternehmen kombiniert. Bei einem berufsbegleitenden Studiengang verläuft das Studium parallel zu einer Vollzeittätigkeit. Das Studium erfolgt als Selbststudium an einem Wochentag oder wenigen Tagen im Monat. Hochschulreife wird auch hier nicht vorausgesetzt.

Das duale Studium kombiniert Studium und Ausbildung.

Das duale Studium kombiniert Studium und Ausbildung.

Ein klarer Vorteil des dualen Studiums ist die Sicherheit. Das Studium finanziert sich quasi von selbst, da das Unternehmen Studenten von Anfang an für ihre Leistungen bezahlt. Auch die Pflicht, während des Studiums unbezahlte oder unterbezahlte Praktika zu absolvieren, entfällt. Berufserfahrung wird dabei in dem Unternehmen gesammelt, in dem mit großer Wahrscheinlichkeit auch nach dem Studium gearbeitet wird. Studien haben ergeben, dass 80 Prozent der Studenten dualer Studiengänge weiterhin in den jeweiligen Unternehmen arbeiten. Diese Vorteile kommen allerdings zum Preis von viel Arbeit und wenig Freizeit.

Studenten dualer Studiengänge studieren und arbeiten zugleich und haben somit eine Menge zu tun. Erhöhter Stress und verringerte Freiräume sind die Folge. Studenten, die gewillt sind während der Studienzeit hart zu arbeiten werden mit einer so gut wie sicheren Stelle und finanzieller Sicherheit belohnt. Da die Unternehmen das duale Studium zusammen mit den Hochschulen organisieren, kann es zudem vorkommen, das wichtige Fachkompetenzen, die für das Unternehmen irrelevant sind, nicht während des Studiums erworben werden. Viele Studenten dualer Studiengänge gaben jedoch an, dass die Vorteile die Nachteile überwiegen.

So bleibt es zukünftigen Studenten selbst überlassen die Kosten-Nutzen-Rechnung für sich selbst zu übernehmen.

Eine andere Maßnahme zur Weiterbildung ist das Telekolleg.