Die Sekante ist ein Begriff aus der Analysis bzw. aus der ebenen Geometrie. Ihre Bezeichnung leitet sich ab vom lateinischen „secare“, was soviel wie schneiden bedeutet. Besonders bekannt ist die Kreissekante, eine Gerade durch zwei Punkte einer Kreislinie, die somit einen Teil des Kreises „abschneidet“. Jener Teil der Sekante, der sich innerhalb des Kreises befindet, wird als Sehne bezeichnet.
Der Durchmesser bzw. die so genannte Zentrale des Kreises ist gleichsam jene ganz spezielle Sekante, die durch den Kreismittelpunkt geht und den Kreis in zwei Hälften teilt. Die Tangente ist ebenfalls eine sehr spezielle Sekante, jene nämlich, die den Kreis nur ganz zart an EINEM Perepheriepunkt berührt. Eine Parallele zur Tangente, die noch weiter vom Kreis weg geschoben ist, berührt diesen gar nicht mehr und wird dann naheliegend als Passante bezeichnet. Es gibt in der Mathematik auch einen Sekantensatz, der die Beziehung zweier Sekantenstücke ins Visier nimmt, die sich außerhalb des Kreises schneiden, wobei der Sekanten-Tangenten-Satz davon nur ein Sonderfall ist.

Seine Aussage ist: „Das Produkt der Sekantenabschnitte ist konstant.“ Anschaulich geht das so:
Beide Sekanten, die sich außerhalb des Kreises schneiden, setzen sich zusammen aus ihrer Sehne (innerhalb des Kreises) und ihrem Sekantenabschnitt außerhalb des Kreises bis zum Schnittpunkt. Und genau das Produkt aus Sehne und Sekantenabschnitt ist für beide Sekanten identisch. Der Sekantensatz hat also von seiner Form her eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Strahlensatz, der im Grunde genommen den Dreisatz verkörpert.

Verbindet man zwei parallele Kreissehnen, die den gleichen Abstand vom Mittelpunkt haben, erhält man ein Quadrat. Bei Parallelverschiebung einer Seite entsteht entweder ein Rechteck oder ein Parallelogramm. Nun ist der Kreis bzw. auch der Halbkreis selbst im Grunde nichts anderes als eine spezielle Kurve oder Funktion. Die Sekante existiert also nicht nur am Kreis, sondern auch für beliebige andere Kurven, wenn sie diese an zwei Punkten schneidet. Zur Bestimmung der Nullstellen einer Funktion gibt es ein numerisches Näherungsverfahren, das auch als das Sekantenverfahren bezeichnet wird.