Der Begriff “Personalpronomen” enstammt der lateinischen Bezeichnung “pronomen personale”. Oftmals werden sie auch als persönliche Fürwörter bezeichnet. Diese persönlichen Fürwörter sind ein grammatikalischer Grundbaustein in vielen Sprachen. Sie werden als Ersatz für Substantive verwendet und sind somit ein variabler, dennoch unabkömmlicher Teil einer Satzkonstruktion. Für die Bildung eines grammatikalisch korrekten Satzes sind die jeweils korrekten Wortformen essentiell.

Ähnlich wie im Fall der Verbkonjugationen und der Substantivdeklinationen verfügt die deutsche Sprache über verschiedene Formen dieser Fürwörter. Diese existieren jeweils in einer Grundform, die abhängig von Inhalt und Logik an den Rest des grammatikalischen Kontexts, den Satz, angepasst wird. Somit sind diese Pronomen flektierbar. Das Hochdeutsche verfügt über sechs Personalpronomen, die – wie der Begriff indiziert – nach Person und Numerus unterschieden werden. Im Numerus Singular sind lauten diese “ich, du, er, sie, es”, wobei “er, sie, es” zusammen die Kategorie der dritten Person Singular bilden. Im Numerus Plural lauten die die Grundformen der Personalpronomen “wir, ihr, sie”.

Wie aus der Unterteilung der dritten Person Singular ersichtlich ist, werden die Personalpronomen nach Geschlecht unterteilt. Dies ist nicht in allen Sprachen der Fall. Obwohl alle Sprachen die Wortart des Personalpronomens benötigen, ist eine Geschlechterunterteilung nur in bestimmten Sprachen wie Deutsch und einigen romanischen Sprachen wie Italienisch, Portugiesisch und Spanisch vorhanden. Eine Vielzahl an asiatischen Sprachen, wie zum Beispiel Indonesisch, Chinesisch, Koreanisch und Japanisch, verzichtet auf eine solche Unterteilung. Auch in einigen afrikanischen Sprachen, wie Swahili oder dem nigerianischen Yoruba, sind solche geschlechtsspezifischen Personalpronomen nicht vorhanden. Folglich funktionieren die grammatikalischen Beziehungen einzelner Satzteile in einer Sprache mit Substantivgeschlecht anders als in einer Sprache ohne. In der deutschen Sprache bedeutet dies, dass obwohl die Formen der dritten Person Singular gemeinsam in einer Gruppierung existieren und somit zu einem gewissen Grad identisch sind, wird die Geschlechterunterteilung beibehalten. Im Falle der Ersetzung eines Substantivs durch ein Personalpronomen ist somit das Geschlecht des zu ersetzenden Substantives zu berücksichtigen.

Diese sechs Grundformen werden im Deutschen durch den Genus variiert. Die Fälle Genitiv, Dativ un Akkusativ beeinflussen die feineren Implikationen eines Satzteiles. Der Genitiv verwandelt die Personalpronomen in Possessivpronomen oder besitzanzeigende Fürwörter: im Numerus Singular “mein, dein, sein, ihr sein” und im Numerus Plural “unser, euer, ihrer”. Im Dativ, auch “Wem-Fall” genannt, lauten diese Formern “mir, dir, ihm, ihr, ihm” für den Singluar und “uns, euch, ihnen” für den Plural. Im letzten Fall, dem Akkusativ, oder “Wen/Was-Fall” werden die Singularformen zu “mich, dich, ihn, sie, es” und die Pluralformen zu “uns, euch, sie”.