Geld regiert die Welt. Das Geld entscheidet, ob man etwas ist oder nicht. Geld ist somit der Grundpfeiler der Plutokratie. Der gesamte Alltag, politische Entscheidungen sogar das ganze Leben wird nach dem Prinzip gesteuert, wer es dick im Geldbeutel oder auf dem Konto hat, der hat mehr Rechte und auch mehr zu sagen. Das Herrschen bzw. Regieren obliegt dem, der das größte Finanzvermögen aufweist. Plutokraten kann man ebenso gut als Finanzadel bezeichnen. Auch die Bezeichnung Geld-Feudalismus ist passend, um der Plutokratie eine fachgerechte Beschreibung zu geben.

Plutokratie – Kein Zuckerschlecken für Sozialutopisten

Sowohl Sozialdemokraten aber auch Sozialisten und ebenso Marxisten werden in einer Plutokratie niemals glücklich werden. Wobei letztere sogar als Staatsfeinde angesehen werden. Aber selbst Sozial-Utopisten sind in einer Plutokratie für die Herrschenden ein Dorn im Auge.

In einer Plutokratie gilt der Grundsatz: Geld regiert die Welt.

In einer Plutokratie gilt der Grundsatz: Geld regiert die Welt.

Soziale Versorgung für jeden, egal über welche Geldsumme er verfügt? Gesundheitsvorsorge für alle? Diese Dinge genießen in einem plutokratischen Staat nicht gerade die oberste Priorität. Selbst das Besuchen eines Hausarztes wird hier zum Luxus deklariert. Vor allem die soziale Versorgung durch den Staat ist praktisch nicht vorhanden. Hier muss jeder selbst schauen, wo er bleibt.

Freie geheime Wahlen ausgeschlossen

Freie geheime Wahlen bieten für uns freie Bürger die Gelegenheit, durch das Wählen einer Oppositionspartei, der Regierung zu zeigen: „Ihr habt etwas falsch gemacht und jetzt reicht es.“ In einer Plutokratie ist dies ausgeschlossen. Vor allem da das Zensuswahlrecht existiert. Dies trifft besonders Mittellose. Diese werden praktisch von Wahlen ausgeschlossen. Auch hier entscheidet das Volumen des finanziellen Vermögens über die Handlungsmöglichkeiten.

Je größer der Kontostand, desto höher die Chancen ein politisches Amt zu betreiben. Selbst in der Bildung macht sich das Geld-Vermögens-Prinzip der Plutokratie bemerkbar. Die Plutokratie ist somit der Katalysator für soziale Ungleichheit.

Fazit

Die Plutokratie ist im Übrigen eine Unterform der Oligarchie. Die Oligarchie steht für die gesetzlose Herrschaft der Besitzenden. Der Eigennutz der Herrschenden steht immer an oberster Stelle. Besonders die soziale Ungleichheit sowie das Zensuswahlrecht kommen dabei heraus. Soziale Mobilität ist ein Fremdwort. Für alle Sozialdemokraten, Sozialisten und Sozial-Utopisten ist es die Reinste Dystopie. Vor allem für Anhänger von Karl Marx kann ein plutokratisch gelenkter Staat zur Hölle werden.