Die Oligarchie bezeichnet eine Staatsform, in welcher der Staat von einzelnen Personen oder Familien regiert wird. Oligarchie besteht aus den griechischen Begriffen ‚oligoi‘ und ‚arche‘ und bedeutet übersetzt „Herrschaft der Wenigen“. Sie steht in enger Verbindung mit der Plutokratie, der legitimen Herrschaft durch Geldmittel. Ein Beispiel einer oligarchischen Person wäre ein Tycoon oder ein Magnat.

Die Entstehung der Oligarchie

Oligarchie bedeutet die Herrschaft wenigerzur Vergrößerung der eignen Macht und des eignen Vermögens.

Oligarchie bedeutet die Herrschaft wenigerzur Vergrößerung der eignen Macht und des eignen Vermögens.

Die Oligarchie tritt zum ersten Mal in der antiken Verfassungslehre auf und stellt im Verfassungskreislauf des Aristoteles den Gegenpart zur Politie, der Herrschaft der Besonnen und Klugen, und der Aristokratie, der Herrschaft der Adligen, die sich jedoch für das Gemeinwohl einsetzen. Nach Polybius ist die Oligarchie nur der Gegenpart der Aristokratie, da Einige über den Staat herrschen, jedoch nur zum Eigennutz. Die nächsthöhere Form ist bei Aristotels und Polybius die Tyrannis. Das Gegenteil der Tyrannis stellt die Monarchie dar. Diese Herrschaftsform zog sich über die Jahrhunderte und stellte immer wieder Menschen und Familien in den Vordergrund, die aufgrund von hohen Geld- und Wertmitteln entweder einen Staat regieren konnten oder sich nur in der Politik einsetzten, um ihr Vermögen weiter auszubauen. So kann die Oligarchie auch die gesetzlose Herrschaft der Reichen genannt werden. Sie darf nicht mit der Aristokratie verwechselt werden, da in dieser die Reichen für das Gemeinwohl Interesse hegen. Die Aristokratie ist aufgrund vieler Aristokraten aus dem 13. und 14. Jahrhundert in Verruf geraten, da einige dieser Aristokraten zu einer weicheren Form von Oligarchen wurden. Dazu können die Borgia oder Machiavelli gezählt werden, die zwar im Allgemeinwohl wirkten, doch über kluges Denken die eigene Familienkasse immer mehr füllten. Eine weitere Form der Oligarchen waren Betreiber von Städten im amerikanischen Westen und Alaska, die aufgrund fehlender Gesetzeshüter ihre eigenen Regeln mithilfe von Reichtum und dem Besitz wichtiger Ressourcen durchsetzten.

Die heutige Oligarchie

Oligarchen wirken zur heutigen Zeit am meisten in Russland und der Ukraine. In der Zeit von Jelzin gab es einige Russen, die Waren wie Computer aus dem Ausland schmuggelten und für sehr viel Geld in Russland verkauften. Daraufhin konnten sie zu einem großen Reichtum kommen, auch dank der russischen Regierung, die sehr korrupt war und diese Macht durch Geld gerne sah. Auch unter Putin gibt es immer noch Oligarchen , die auch in der Politik zu finden sind, wie zum Beispiel Michael Prochorow. Oligarchen sind bei den russischen Bürgern nicht beliebt, da sie als Menschen angesehen werden, die sich an der Mittellosigkeit anderer bereichern. Die Oligarchie ist bis jetzt in vielen Staaten zu finden, doch in keiner so starken Form wie Russland.