Magnat, das ist ein Angehöriger aus dem Hochadel oder wie man früher sagte: Hofadel. Gerade in Ungarn, Polen und England war der Magnat sehr bekannt und regierte das Volk mit. Es bezeichnet einen Gutsherrn, also einen Großgrundbesitzer, der Inhaber von viel wirtschaftlicher Macht war und auch viel Geld besaß.

Magnaten nahmen in Ungarn von Geburt an an der Vertretung des Landes gegenüber dem Volk teil und versammelten sich dazu in einer Kammer, der Magnatentafel. Diese bestand von 1861 bis 1918 und zählte zum Magnatenhaus, ähnlich wie am britischen Hof das House of Lords. Das war alles zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Wer aber zählte besonders zum Magnat und was hatten die einzelnen Personen zu sagen?

  • Prinzen, Reichs- und Hofrichter
  • Palaten
  • Ban mehrerer Länder
  • Kronhüter
  • Gespane der Komitate
  • Katholische Erzbischöfe
  • Prioren von Ungarn
Stefan Czarniecki, ein polnischer Magnat des 17. Jahrhunderts

Stefan Czarniecki, ein polnischer Magnat des 17. Jahrhunderts

In Polen waren die Magnaten sogar geistliche und weltlich beschäftige Menschen. Sie gehörten dem Hochadel an und waren ein politisches Gegenstück zum Herrscher, unter anderem waren sie im Reichstag vertreten.
Im einzelnen sind hier die wichtigsten Magnaten-Begriffe aufgeführt.

Zunächst die bekannteste Gruppe, die Prinzen:

Damit sind die nicht regierenden und standesgemäßen Nachfolger von Fürstenhäusern gemeint. In Deutschland waren das die Beteiligten des heiligen römischen Reiches. Darunter der Erbprinz und kaiserliche sowie königliche Häuser und auch Kronprinzen. Im alten Frankreich wurde der Hochadel hochgelobt und das auch mit dem Unterschied zum Prinzen eines königlichen Hauses. Die Bezeichnung Prinz oder Prinzessin ist somit kein Adelstitel und genau das verwechseln aber einige Leute.
Die Gattin vom Prinzen erhält mit der Heirat den Titel Prinzessin, wenn sie auch adelig ist, ansonsten wird sie zur Herzogin oder Fürstin, was das gleiche ist, ernannt. Für die Zweitgeborenen gibt es die Titel Kronprinz, Erbprinz und Kurprinz.

Die Oligarchie ist die Herrschaft von wenigen, sie unterliegt der Aristokratie. Daraufhin grenzt sie sich ab zur Oligokratie, das ist eine gesetzlose Herrschaft der Reichen, die auch am Eigennutz großes Interesse zeigt. Oligarchia ist nicht nur die Herrschaft der Wenigen, nein es geht auch um enorme und materielle Ressourcen in Macht. Seit den 1990er Jahren werden auch Geschäftsleute, die unregelmäßige Rechtsmittel innehatten, als Oligarchen bezeichnet.